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Das optische Drehungsvermögen und seine Bestimmung

  • G. Frerichs

Zusammenfassung

Eine große Anzahl von Stoffen, meist Kohlenstoffverbindungen, zeigt in flüssigem oder in gelöstem Zustand die Eigenschaft, die Schwingungsebene der durch sie hindurchgehenden polarisierten Lichtstrahlen um einen gewissen Winkel gegen die ursprüngliche Lage zu drehen. Solche Körper nennt man „drehende“ oder „optisch aktive“; die Eigenschaft selbst bezeichnet man als „optische Aktivität“ oder als „optisches Drehungsvermögen“. Jeder drehende Körper hat ein ihm eigentümliches, für ihn „spezifisches“ Drehungsvermögen, das sich vermittels der „Polarisationsapparate“ zahlenmäßig feststellen läßt. Hat man dasselbe ermittelt, so läßt sich rückwärts die gefundene Zahl zur Kennzeichnung des betreffenden Stoffes verwenden, d. h. zum Nachweis seiner Identität bzw. Reinheit, und zwar ebensogut wie andere physikalische Eigenschaften, die Dichte, der Schmelz- oder Siedepunkt, das Brechungsvermögen usf. Auch die pharmazeutische Praxis macht hiervon Gebrauch. Für eine Reihe von Stoffen, die in die Körperklassen der ätherischen Öle, Zuckerarten, Alkaloide u.a. fallen, bringt das Deutsche Arzneibuch wenigstens Zahlenangaben über ihr Drehungsvermögen, wenn gleich dessen Bestimmung nicht ausdrücklich gefordert wird.

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© Verlag von Julius Springer 1932

Authors and Affiliations

  • G. Frerichs
    • 1
  1. 1.Pharmazeutischen InstitutsUniversität BonnDeutschland

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