Zusammenfassung

Bei den Wirkungen der anorganischen Körper lässt sich eine bestimmte Gesetzmässigkeit innerhalb gewisser Reihen leicht erkennen. Schon im Jahre 1839 1) hat James Blake gezeigt, dass die Wirkung der Lösung verschiedener Salze, in das Blut eingeführt, nur von dem elektro-positiven Grundstoffe abhängt, und die Säure im Salze zu der Wirkung desselben in gar keinem oder nur sehr geringem Zusammenhange steht. Später konnte er zeigen, dass bei den Metallen die Wirksamkeit einer und derselben isomorphen Gruppe im Verhältnisse zum Atomgewichte steht 2). Je grösser das Atomgewicht innerhalb der isomorphen Gruppe, desto intensiver die physiologische Wirkung. Es stimmen die einwertigen Metalle Li, Na, Rb, Tl, Cs, Ag qualitativ genau in ihrer physiologischen Wirkung überein. Die zweiwertigen Metalle Mg, Te, Mn, Co, Ni, Cu, Zn, Cd haben untereinander ebenfalls eine Ubereinstimmung aufzuweisen, dasselbe zeigt sich in der Gruppe Ca, Sr, Ba. In den Salzen der Magnesiumreihe ist die analoge physiologische Wirkung deutlich ausgesprochen. Man kann leicht ersehen, dass sich ihre Wirksamkeit mit der Zunahme des Atomgewichtes steigert, ebenso bei den Salzen der Kalziumgruppe. Die vierwertigen Elemente Thorium, Palladium, Platin, Osmium und das einoder dreiwertige Gold zeigen alle übereinstimmend eine grosse Intensität der physiologischen Wirkung.

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© Verlag von Julius Springer 1906

Authors and Affiliations

  • Sigmund Fränkel
    • 1
  1. 1.medizinische ChemieWiener UniversitätDeutschland

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