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Die Exponenten v und μ und der Koeffizient λ für das Fließen in Betonröhren

  • Philipp Forchheimer

Zusammenfassung

Für den Vergleich der geschlossenen und offenen Gerinnen ist das Verhalten von Betonröhren belangreich: Erd- oder Pflasterflächen kommen ja in Röhren überhaupt nicht, Metallwände in offenen Läufen nur ausnahmsweise vor, Betonwandungen gibt es hingegen sowohl in den einen wie in den anderen. Da sei denn zunächst bemerkt, daß das Verhalten von Betonsträngen von deren Herstellungsweise abhängig ist. Am glattesten sind fugenlose (monolithische) Stränge, deren Beton im Rohrgraben über geölte Eisenformen (oder mit Blech verkleidete Holzschalung) gestampft wird, am rauhesten aus Einzelrohren zusammengesetzte Leitungen, bei denen man es versäumt hat, den beim Zusammenschieben an den Fugen austretenden Mörtel zu entfernen. Auch bezüglich der Betonleitungen ist Scobey1) eine Zusammenstellung zu ver-danken, die seine vielen eigenen und alle ihm aus der Literatur zugänglichen Messungen umfaßt. Sie bestehen teils aus Einzelbeobachtungen, teils aus Reihen, nämlich aus Beobachtungen, die in größerer Zahl an einer und derselben Strecke bei verschiedenem Gefälle gemacht worden sind. Die Logarithmen-Auf tragung führte bei ihnen auf Potenzen Jv, deren Exponent v freilich, wie dies auch bei den Holzröhren der Fall gewesen war, sich nicht bei allen Strängen derselben Gattung gleich groß zeigte: bisher unbekannte Ursachen können ihn also ändern. Das Ergebnis der Versuchsreihen bringt die erste der beiden vorstehenden Tabellen zum Ausdruck.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Philipp Forchheimer
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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