Sicherung gegen schädliche Pflanzen

  • Carl von Fischbach

Zusammenfassung

Nicht bloß die eigentlichen Unkräuter, sondern auch einzelne, unter anderen Verhältnissen oft recht erwünschte Holzarten können dem Bestand oder seiner Verjüngung schaden: durch Unterdrücken oder Verdrängen der begünstigten Holzarten, sowie durch Vermagerung und Verschlechterung des Bodens. Die Maßregeln gegen letztere sind theilweise schon im Waldbau angegeben; sie bestehen in vorsichtiger Verjüngung und in rechtzeitiger Entfernung der fraglichen, nicht gewünschten Hölzer bei den Durchforstungen und Borbereitungshieben; bei der Verjüngung dagegen muß eine für die begünstigten Planzen vortheilhafte, den andern aber nicht zusagende Lichtung in den Schlägen eintreten. Bei der Aspe kann nur durch eine möglicht dunkle Stellung oder durch ein Ueberhalten bis zu dem Zeitpunkt, in welchem der gewünschte Nachwuchs eine geeignete Höhe gewonnen hat, der Zweck erreicht werden. Nach erfolgter Verjüngung ist ein öfterer Aushieb der schlechten Holzarten im Spätsommer nöthig. Beim Laubholz führt es am sichersten zum Ziel, wenn man in einem Sommer zwei Hiebe vornimmt, den zweiten dann, wenn das Holz wieder ausgeschlagen hat, zu welchem Zwecke man beim ersten Hieb 0,5 bis 1 m hohe Stöcke macht, um an deren oberen Ende den Ausschlag hervorzurusen. — Laubhölzer, die sich durch Wurzelbrut vermehren, werden mit dieser am sichersten dadurch vertilgt, daß man die Stämme ringelt, einen etwa 0,2 m breiten Ring aus der Rinde herausschneidet und so die Bäume noch zwei Sommer stehen läßt, bis sie den Wurzeln die letzte Nahrung entzogen haben.

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© Verlag von Julius Springer. Berlin 1886

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  • Carl von Fischbach

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