Zusammenfassung

In früheren Jahrhunderten dachte kein Mensch an Sterilisierung der Frau. War es aus Gesundheitsrücksichten für eine Frau wünschenswert, keine Kinder mehr zu bekommen, so wurde von vernünftigen Leuten das Eheleben ganz abgebrochen oder zweckentsprechend antikonzeptionelle Mittel angewendet. Operationen zur Sterilisierung sind ja überhaupt erst denkbar, seit BauchOperationen unter dem Schutze der Antisepsis mit einer gewissen Sicherheit ausgeführt werden können. Aber auch in dieser Ära sind Indikationen zur Sterilisierung erst in der letzten Zeit des Jahrhunderts aufgetaucht und teilweise anerkannt worden. Eine Zeitlang galt dann der Vorschlag als zu Recht bestehend, Frauen, denen jede neue Entbindung eine Lebensgefahr brachte, rechtzeitig zu sterilisieren. Bei der geringen Lebensgefahr, welche gegenwärtig in Kaiserschnitt, Pubiotomie liegt, kann die Steri lisierung bei engem Becken, um der Gefahr weiterer Entbindungen vorzubeugen, nicht mehr als zu Recht bestehend anerkannt werden; ebensowenig die wegen wiederholter Eklampsie und Placenta praevia, da eine Wiederholung dieser Zustände unsicher ist.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1925

Authors and Affiliations

  • H. Fehling
    • 1
    • 2
  1. 1.Kaiser-Wilhelm-Universität StrassburgDeutschland
  2. 2.Frauenklinik StrassburgDeutschland

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