Verletzungen des Herzens

  • Ernst Edens

Zusammenfassung

haben schon im Altertum die Ärzte beschäftigt (Hippokrates 1). Galen 2 lehrt, daß der Mensch sofort sterben müsse, wenn die Wunde bis in die Herzkammer dringe; sei die Wand nicht durchbohrt, so könne der Verwundete noch bis zur nächsten Nacht leben. Celsus3 schreibt: „Servari non potest cui ... cor ... percussum est.“ Auch die Zeichen einer Verwundung des Herzens werden angegeben: „Corde percusso, sanguis multus fertur, venae languescunt, color pallidissimus, sudores frigidi malique odoris tanquam in aegroto corpore oriuntur extremisque partibus frigidis matura mors sequitur.“ Morgagni4 beschäftigt sich ziemlich eingehend mit den Wunden des Herzens und führt auch Beispiele an, wo das Leben noch tage-, ja wochenlang erhalten geblieben war. Eine große Gefahr bilde das Hinzutreten einer Entzündung oder Eiterung. Auch die Tamponade des Herzens durch den Bluterguß in den Herzbeutel wird erwähnt. Der erste, der über eine geheilte — vernarbte Herzwunde berichtet, ist J. Wolff 18425. Senac betont ebenfalls, daß Herzwunden an sich nicht tödlich zu sein brauchten. Eine gute Zusammenstellung der Literatur bis zum Jahre 1868 gibt Fischer.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Ernst Edens
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

Personalised recommendations