Eine akademische Rede, gehalten am 14. März 1864 an der Hochschule in Zürich

  • Wilhelm Griesinger

Zusammenfassung

Das Semester, hochgeehrte Herren, soll nicht zu Ende gehen, ohne daß an unserer Hochschule das Andenken ihres ersten Klinikers gefeiert würde, des ersten nach der Zeit, des ersten weit mehr noch nach der Bedeutung. Der Nachfolger Schoenleins auf dem klinischen Lehrstuhle wird es dem jüngeren Geschlecht sagen und seinen Zeitgenossen ins Gedächtnis zurückrufen dürfen, was dieser für die Medizin geleistet und in welchem Geiste er an unserer Hochschule gewirkt hat. Die lebendigsten Erinnerungen werden in mir wach, wenn ich an den engen und schlechten Räumen vorbeigehe, wo es mir selbst vergönnt war, von ihm in die Klinik eingeführt zu werden; die dankbarsten Erinnerungen an den verehrten Lehrer — wie imponierend auch sein Wesen war, wie hoch und fern er dem Anfänger stand; es ist mir, als fühle ich in der Erinnerung an ihn noch einmal etwas von jener Sympathie, von jenem, ich möchte sagen, magnetischen Rapporte, der stets in seiner Klinik zwischen Lehrer und Schüler fühlbar war, und der ein sehr starker Träger des geistigen Rapportes ist.

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© Verlag von Julius Springer in Berlin 1926

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  • Wilhelm Griesinger

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