Mittelmeer-Galeere

Dreizehntes bis achtzehntes Jahrhundert n. Chr.
  • Carl Busley

Zusammenfassung

Alle Galeeren unterscheiden sich dadurch von den Trieren, daß bei ihnen sämtliche Riemen in gleicher Höhe liegen, während sie bei letzteren in drei Reihen übereinander angeordnet sind. Die Ruderer der Galeeren sitzen an Deck auf Bänken, und zwar gewöhnlich drei Ruderer nebeneinander auf einer Bank. Auf den älteren und im allgemeinen kleineren Galeeren führt jeder Ruderer seinen eigenen Riemen, auf den jüngeren und meistens größeren Galeeren greifen dagegen drei Ruderer an einem und demselben Riemen an. Die Riemen der älteren Galeeren, die von den Italienern als „Triremen“bezeichnet werden, sind daher kleiner und schwächer als die der jüngeren, die lange und schwere Riemen führten. Einen Triremen-Riemen bezeichneten die Italiener mit „remo a zenzile“, einen Galeeren-Riemen mit „remo di scalloccio“. Nach Breusing1) soll „zenzile“dünn, schmächtig bedeuten und „scaloccio“ein verunstaltetes Wort sein, das ursprünglich „galeazza“lautete, so daß remo di scalloccio ein Galeassenriemen war, wobei bemerkt sei, daß die jüngsten großen, schon beträchtlich getakelten Galeeren auch Galeassen genannt wurden.

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Literatur

  1. 1).
    A. Breusing. Die Lösung des Trierenrätsels. Bremen 1889. S. 87.Google Scholar
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Copyright information

© Reprint-Verlag-Leipzig 1920

Authors and Affiliations

  • Carl Busley

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