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Arhythmia perpetua

  • Oskar Burwinkel

Zusammenfassung

Herzunregelmäßigkeit ist ahsohit kein sicheres Symptom für Myokarditis, wie noch vielfach angenommen wird, ja sio braucht selbst bei schwerer Myokarditis überhaupt nicht unbedingt vorhanden zu sein. Recht häufig ist der sog. Pulsus irregularis perpetuus, welcher trotz seines Namens keineswegs stets ein dauernder ist und auch nicht die absolut vitale Bedeutung hat, die ihm zugesprochen wird. Er besitzt keine pathognomonische Bedeutimg für eine bestimmte anatomische Läsion des Herzmuskels und darf keineswegs einzig und allem auf eine Zerstörung des Sinusknotens bezogen werden, der wiederholt ganz intakt gefimden wurde. Der Zustand beruht auf Vorhofstachykardie, das Hissche Bündel ist aber nicht imstande, so viele Reize weiterzuleiten. Sehr selten ist die Arrhythmia perpetua bei Aortenfehlern, häufig dagegen bei Mitralfehlern und bei stark fettleibigen Männern mit völlig erhaltener Herzkraft. Sie ist ätiologisch kein abgrenzbares Symptomenbild, kann vielmehr aus allen Arten von Rhythmusstörungen hervorgehen. Sie muß aber vielfach als Ausdruck schwerster Organerkrankung gelten, da die Mehrzahl der Patienten einer progressiven Herzmsuffizienz oder auch dem „Minutenherztod“ (Hering) erliegt.

Copyright information

© J. F. Bergmann 1920

Authors and Affiliations

  • Oskar Burwinkel
    • 1
  1. 1.Bad NauheimDeutschland

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