Zusammenfassung

Die Haut, die den einzelnen Menschen umhüllt und von seiner Umwelt scharf abgrenzt, bildet im wesentlichen auch einen Schutzwall gegen das Eindringen schädigender Substanzen. Man kann die Fähigkeit, chemische und physikalische Einflüsse auf das Innere des Organismus aufzuhalten oder doch stark herabzusetzen, nicht hoch genug einschätzen und muß der relativ geringen Hautdurchlässigkeit für Stoffe verschiedener Art unzweifelhaft eine größere Bedeutung zuerkennen als ihrer teilweisen Permeabilität für eine beschränkte Anzahl derselben. In ausgesprochenem Gegensatze zu den Ansichten früherer Zeiten, in denen man ganz allgemein an die tödlichen Wirkungen von vergifteten Handschuhen, Salben oder Tinkturen von der Haut aus glaubte, darf man heute betonen, daß die Cutis die meisten Gifte überhaupt nicht oder doch nur in minimalsten Quantitäten aufnimmt, und daß nur die Schleimhäute — und auch sie nicht ausnahmslos — ein relativ gutes Resorptionsfeld darstellen.

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1942

Authors and Affiliations

  • Emil Bürgi
    • 1
  1. 1.BernSchweiz

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