Höhenklima und Eisen

  • Emil Bürgi

Zusammenfassung

Eine Kombinationsarbeit besonderer Art, die gleichzeitig für die Balneologie und für die Pharmakologie Interesse hat, ließ ich in den Jahren 1933–1935 durch meinen damaligen Assistenten in St. Moritz-Bad, Herrn Dr. Walter Müller, ausführen. Alle die bis dahin besprochenen Arbeiten beschäftigten sich mit Kombinationen von Arzneien unter sich, diese Untersuchungen dagegen, die W. Müller nachträglich noch ergänzt und über die er am Internationalen therapeutischen Kongreß 1937 in Bern ein letztes Referat gegeben hat, mit der gleichzeitigen Wirkung einer Eisenquelle und des Höhenklimas auf die Blutbildung. Die natürlichen Eisenquellen enthalten allgemein so wenig von dem die Hämopoëse fördernden Metall, daß ihre therapeutische Wirksamkeit von der wissenschaftlichen Medizin gering eingeschätzt zu werden pflegt. Der Ausdruck „Stahlbad“kann sie zudem nur diskreditieren; denn wenn es auch, gerade nach meinen eigenen neuen Untersuchungen, nun feststeht, daß CO2 und H2S und noch viele andere Stoffe die Haut zu durchdringen vermögen, so dürfte das doch für die Eisenverbindungen kaum gelten, und der Gehalt einer Quelle an Eisen wäre sogar, wenn eine percutane Penetration desselben möglich wäre, zu geringfügig, um nach unseren Anschauungen eine Wirkung entfalten zu können.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Emil Bürgi
    • 1
  1. 1.BernSchweiz

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