Zusammenfassung

Die zahlreichen Opfer, die der Magenkrebs unerbittlich fordert, zwingen uns immer wieder, zu den Fragen dieses Problems Stellung zu nehmen. Noch sind wir von einer allgemeinen, idealen Krebsfrühdiagnose weit entfernt. So müssen wir mit unseren heutigen Mitteln versuchen, Schritt für Schritt Boden zu gewinnen, um durch eine frühzeitige Krebsdiagnostik die erschreckenden statistischen Angaben über die Todesfälle an Magenkrebs herabzusetzen. Wie hoch diese Verluste beziffert werden, zeigen unter anderem Tabellen von Konjetzny, der zahlreiche statistische Angaben anführt. In ihnen werden Zahlen bis zu 9% für Magenkrebstodesfälle auf die Gesamtheit aller durchgeführten Sektionen angegeben. Die Angaben beziehen sich auf verstorbene Männer über 20 Jahre, sie enthalten also auch noch viele Jahrgänge, in denen der Krebs relativ selten ist. Konjetzny fragt mit Recht, wie würde eine derartige Statistik aussehen, wenn sie nur die Fälle jenseits des 40. Lebensjahres berücksichtigen würde. Nach Eustermann und Balfour sind 95% der Magenkrebskranken zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr, also in einem Alter, wo der Tod noch schwerste Lücken reißt. Das gleiche Alter geben Schoenholzer, Kallmann und Linke an. 50,2% aller Krebstodesfälle nehmen nach Reiche die Magenkrebse ein. Soll diese Zahl verkleinert werden, so müssen die alten diagnostischen Wege vertieft und ausgebaut und neue gefunden werden. Die heutigen Erfahrungen zeigen, daß der Magenkrebs bei Männern häufiger ist als bei Frauen. Konjetzny berichtet über zwei beobachtete Serien.

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1944

Authors and Affiliations

  • Joseph Bücker
    • 1
  1. 1.Hamburg-EppendorfDeutschland

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