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Kernphysik pp 83-85 | Cite as

Zählrohrkoinzidenzen und Compton-Effekt

  • G. Bernardini
  • S. Franchetti

Zusammenfassung

Im folgenden sollen einige Versuche beschrieben werden, die wir im Zusammenhang mit den Shanklandschen Experimenten durchgeführt haben. Als Vorversuch haben wir die in Abb. 1 angegebene Anordnung benutzt: Zwischen 2 Zählrohre von 18 mm Durchmesser mit AI-Wänden von 18 μ Dicke wurde eine Folie aus Al, Cd oder Pb (äquivalenter Elektronenzahl pro cm2) eingelegt und der γ-Strahlung eines RdTh-Präparates von 35 mc Stärke ausgesetzt. Die Zählrohrewaren in der Koinzidenzanordnung nach Rossi geschaltet. Da die einzelnen Zähler bis 500 Impulse pro Minute empfingen, mußte das Auflösungsvermögen der Anordnung recht hoch sein (2 · 10−5 sec). Die Folie wurde jede Stunde gewechselt und im ganzen 35 Stunden beobachtet. Die Resultate der Messungen sind in Abb. 2 dargestellt. Als Abszisse ist die Kernladung Z, als Ordinate die Zahl der Koinzidenzen N, dividiert durch Z aufgetragen. Man sieht, daß die experimentellen Werte ungefähr auf einer Geraden liegen, d. h. daß N mit Z zusammenhängt wie : N = aZ + bZ2, was zu erwarten ist, wenn die Koinzidenzen teilweise durch Compton, teilweise durch Paarbildung erzeugt werden. Die Zahl der zufälligen Koinzidenzen wurde teilweise durch Rechnung aus dem Auflösungsvermögen bestimmt, teilweise durch Anbringen eines schwachen radioaktiven Präparates in der Nähe der Zählrohre, so daß die Impulszahl die gleiche war wie im Versuch.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1936

Authors and Affiliations

  • G. Bernardini
    • 1
  • S. Franchetti
    • 1
  1. 1.FlorenzItaly

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