Advertisement

Zusammenfassung

Es wäre reizvoll, die kurz dargestellten methodischen Prinzipien der Insulinshockbehandlung der Schizophrenie unter Berücksichtigung des Cardiazolkrampfes mit einem theoretischen Abschnitt zu beschließen. Indes: Es gibt eine Zeit der praktischen Arbeit und eine Zeit der Theorie. Jetzt stehen wir in der Zeit praktischer Arbeit! Leider konnten bei unserer Darstellung eine Reihe praktisch wichtiger aber noch ungeklärter Fragen keine Berücksichtigung finden. Wir nennen hier nur die Frage über die therapeutische Wirksamkeit leichter Hypoglykämiestufen, die ganz besonders interessante Frage nach der Wandlung des Shockbildes als Zeichen beginnender Verschlechterung und umgekehrt, die Frage des Körpergewichtes in seiner Beziehung zur Remissionstendenz — alles ungelöste Probleme. Was bleibt, ist Arbeit. Wenn ein Kenner vom Range M. MüLlers sagt, daß die Insulintherapie noch weit davon entfernt sei, eine standardisierte, leicht zu handhabende Methode darzustellen, ja, daß wir erst in den Anfängen der Entwicklung stünden, so wird jeder, der sich täglich um die Dinge müht, voll und ganz zustimmen. Und diese Entwicklung scheint — wenn nicht alles täuscht — die Psychiatrie auf eine weite Strecke hin zur internen Medizin zurückzuführen, von der sie ja ausging. Freilich: Innere Medizin oder gar Chirurgie haben einen langen, mühevollen Weg bis zu ihrer heutigen therapeutischen Höhe zurückgelegt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • A. v. Braunmühl
    • 1
  1. 1.Deutschland

Personalised recommendations