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Behandlungsdauer

  • A. v. Braunmühl

Zusammenfassung

Das klinische Gesamtbild entscheidet über die Frage, ob die Behandlung weitergeführt oder beendet werden soll. Es ist deshalb wichtig, sich in die Beurteilung insulin-remittierender und insulin-remittierter Kranken zu üben. Nach Sakel behandelt man den Kranken bei völliger Unauffälligkeit außerhalb der Hypoglykämie so lange, bis der Patient beim Durchgang durch die einzelnen Hypoglykämiestufen bis zum Koma kein psychotisches Zustandsbild mehr zeigt. Auch beim Erwachen ist auf „aktiviert-psychotische“Erscheinungen zu achten. Wir benutzen hier gerne den Sensibilisierungstest, um auf Psychosenreste zu fahnden, d. h. wir beobachten in unvermittelt eingelegter Zacke die Reaktion des Kranken in den Hypoglykämiestufen der „Kehre“oder namentlich der „Kniezacke“. — Als Mindestzeit der Behandlung gelten für uns — unabhängig von dem vorhin Gesagten — zwei Monate. Auch wenn nach kürzerer Zeit Vollremission erzielt ist, wird dieser Behandlungszeitraum eingehalten. Meist geben wir bei schnell Vollremittierten außer dem Sonntag noch einen zweiten Schontag in der Wochenmitte, wie wir überhaupt die Behandlung in vereinzelt gesetzten Shocks auslaufen lassen, unter Umständen auch hin und wieder eine Testzacke einlegen.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • A. v. Braunmühl
    • 1
  1. 1.Deutschland

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