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Die Zickzackmethode

(Resistenz, Sensibilisierung, Gewöhnung und Stabilität in der Shocklinie.)
  • A. v. Braunmühl

Zusammenfassung

Das Bild der Shocklinie wird vor allem bestimmt durch die Reaktionslage des Organismus gegen Insulin, die ihrerseits die Höhe der Insulindosen bestimmt. Jeder Körper braucht eine gewisse Menge Insulin, um in einen hypoglykämischen Zustand versetzt zu werden; der Körper zeigt also eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Insulin; er ist in verschiedenem Ausmaß tolerant oder — wie wir vorläufig noch sagen wollen — resistent. Die Resistenz kann eine absolute sein, d.h. auch bei noch so hohen Dosen Insulin gelingt es nicht, den Organismus in einen hypoglykämischen Zustand zu versetzen. Die Resistenz kann aber auch nur relativ sein und diese Relativität schwankt außerordentlich. Es gibt die Reaktionslage minimalster Resistenz bis zur sehr starken Resistenz, wo wir also sehr hohe Dosen Insulin für eine Shocksetzung anwenden müssen. Resistenz ist also etwas Relatives und ursprünglich Gegebenes. Sensibilisierung und Gewöhnung hingegen sind Gewordenes. — Wir haben vorher gesagt, die Shocklinie werde durch die Reaktionslage des Organismus gegen Insulin bestimmt. Man kann das nunmehr genauer festlegen. Das Bild der Shocklinie bestimmen nämlich: Resistenz, Sensibilisierung und Gewöhnung. Bleiben Sensibilisierung und Gewöhnung aus, erhalten wir eine ziemlich stabile Shocklinie (Stabilität). Wir beschäftigen uns zuerst mit der Resistenz, und zwar mit der hohen Resistenz.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • A. v. Braunmühl
    • 1
  1. 1.Deutschland

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