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Zusammenfassung

Die von M. Sakel angegebene Insulinshockbehandlung der Schizophrenie soll auf einer eigenen Insulinstation durchgeführt werden. Schaffung und Organisation einer solchen Sonder abteilung im Rahmen einer psychiatrischen Fachanstalt sind deshalb für eine systematische Insulinbehandlung Erfordernis. Wenn auch örtliche Besonderheiten die organisatorischen Maßnahmen bestimmen, so dürfen doch grundsätzliche Richtlinien für die Einrichtung einer Insulinstation gegeben werden. — Ganz allgemein wird man als Behandlungsraum einen möglichst großen, luftigen und insbesondere leicht lüftbaren Raum wählen. Vor allem sei der Saal übersichtlich und hell. Es ist wichtig, die Kranken in gutem Tageslicht zu sehen; Hautblässe und sonstige Veränderungen lassen sich so leichter beurteilen und werden vor allem nicht übersehen. Deshalb ist auch für gute künstliche Beleuchtung Sorge zu tragen. Es ist selbstverständlich, daß der Insulinsaal gut geheizt sein muß; neigen doch die in Schweiß gebadeten Kranken zu Erkältungskrankheiten. Fieberhafte Erkältungen aber machen die Einschaltung von Schontagen notwendig, was zu einer therapeutisch sehr unerwünschten Unterbrechung der Shocklinie führt.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • A. v. Braunmühl
    • 1
  1. 1.Deutschland

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