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Lokale und regionale Kompensation

Zusammenfassung

Die Frage, ob lokale oder regionale Kompensation die isostatischen Vorgänge der Erdkruste beherrscht, ist geologisch von großer Bedeutung. Es handelt sich um nichts anderes als um die Feststellung, wo die Grenze der Belastungsfähigkeit der Erdkruste liegt. Man kann einen sehr kleinen Erdkrustenteil, z. B. einen Quadratkilometer, mit Hunderten, ja evtl. Tausenden von Metern Gestein belasten, ohne daß die belastete Scholle aus ihrem Verbände gelöst wird. Sie biegt sich höchstens elastisch durch. Wir befinden uns im Bereich der Herrschaft der molekularen Kräfte. Es ist zweifellos, daß die Erdkruste bei geringem Ausmaß der beanspruchten Fläche trotz hoher Beanspruchung ein derartiges Verhalten zeigt. Dagegen wird bei sehr großem Ausmaß der beanspruchten Fläche der Erdkruste, z. B. bei der diluvialen Eisbelastung des Nordens, die Grenze der Elastizität überschritten, es gelten nicht mehr die Gesetze der molekularen Kohäsion, sondern die der Gravitation.

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • A. Born
    • 1
  1. 1.Frankfurt A. M.Deutschland

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