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Zu den Vorbereitungen für die Operationen

  • John Blumberg

Zusammenfassung

Oft genug erlebt man’s, daß junge Chirurgen in ihrem Feuereifer zu voreilig ans Operieren gehen. Sie stellen eben nicht nur eine sog. Wurfdiagnose und zudem noch häufig eine falsche, sondern unterlassen es auch, die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Ein paar Beispiele mögen hierfür als Illustration dienen:

Patient hat in der Hohlhand eine kleine Geschwulst. Sie sitzt in der Haut und läßt sich mit ihr etwas verschieben. Rasch ist die Diagnose auf Atherom gestellt. Die Hand wird gereinigt und die Exstirpation, dazu noch in sitzender Stellung des Kranken ausgeführt. Hierbei fällt er in Ohnmacht und muß hingelegt werden. Es kommt zur Infektion der Wunde, die infolgedessen per secundam heilt. — Wenn auch diesmal belanglos, war außerdem noch klinisch genommen ein diagnostischer Schnitzer mit unterlaufen. Die anatomische Tatsache, daß Talgdrüsen, die Ausgangspunkte der Balggeschwülste, in der Vola manus wie an der Planta pedis fehlen, blieb unberücksichtigt und ebenso auch die Aufnahme der Anamnese; vielleicht hätte sich eine Hautverletzung herausexaminieren lassen können, da im Anschluß hieran oft kleine Kutisstückchen in die Tiefe gelangend, zu sog. Epithelzysten, -geschwülsten heranwachsen.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann, München und Wiesbaden 1922

Authors and Affiliations

  • John Blumberg
    • 1
  1. 1.DorpatEstland

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