Zusammenfassung

Das Problem der Gußbetonbauweise ist in Deutschland von Anbeginn an gleich in Parallele zum Stampfbetonbau gesetzt worden. Es bildeten sich Anhänger und Gegner dieser in Amerika weitverbreiteten Betonierungsmethode, obgleich in Deutschland bis in die neuere Zeit nur ganz geringe Erfahrungen damit gemacht waren. Größere Erfolge der Amerikaner, die besonders durch den Bau des Panamakanals einer breiteren Öffentlichkeit in Erscheinung traten, lösten auf der einen Seite die Forderung weitgehendster Anwendung des Gußbetons aus, während man auf der anderen Seite zäh an der bisher mit gutem Erfolg angewandten Bauweise festhielt. Die in der Literatur erscheinenden Aufsätze versuchten anfänglich durch Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile beider Betonverarbeitungsarten eine Klärung der Frage herbeizuführen. Erst später erkannte man, daß für Anwendung von Gußbeton auch stark die wirtschaftlichen Verhältnisse mitbestimmend sind, und daß der Vorsprung Amerikas auf diesem Gebiete bedingt war durch die dort verhältnismäßig früh einsetzende Konkurrenzfähigkeit der Maschine mit der menschlichen Arbeitskraft. Nach dem Krieg wurden auch in Europa eine Anzahl größerer Gußbetonbauwerke erstellt, wobei Deutschland mit einigen recht umfangreichen Bauten vertreten ist.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • G. Bethke

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