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Repulsionsmotoren

  • Gustav Benischke

Zusammenfassung

Bei diesen Motoren wird dem Läufer kein Strom zugeführt, sondern nur dem Ständer. Das von diesem erzeugte Feld induziert in der Läuferwicklung, die über ein Bürstenpaar (Abb. 75) oder über zwei Bürstenpaare (Abb. 92) kurzgeschlossen ist, sekundäre Ströme. Diese Motoren gehören also zur Gattung der Induktionsmotoren. Zur bequemeren Unterscheidung bezeichnet man sie gemäß der Entstehung ihres Drehmomentes als Repulsionsmotoren und beschränkt den Namen Induktionsmotoren auf die im V. Abschnitt behandelten kommutatorlosen Induktionsmotoren.

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Literatur

  1. 1.
    Daher der verhältnismäßig niedrige Leitungsfaktor 0,53, der sich bei Versuchsfahrten ergeben hat, über die in der Schweiz, Bauzeitung Bd. 74 (1919), S. 84 berichtet wurde.Google Scholar
  2. 1.
    In den Windungen zwischen A und G hat also der Strom zum Teil entgegengesetzte Richtung wie die EMKe, die sich hier gegenseitig aufheben.Google Scholar
  3. 2.
    Vgl. auch S. 86.Google Scholar
  4. 3.
    Wenn der Läufer sich dreht, ist die Stromstärke nicht bei senkrechter Bürstenstellung null, sondern bei etwas abweichender Stellung. Vgl. S. 89.Google Scholar
  5. 1.
    Benischke: Die wissenschaftlichen Grundlagen der Elektrotechnik § 151.Google Scholar
  6. 1.
    Die konstanten Faktoren sind willkürlich, so daß auch das Drehmoment in willkürlichen Einheiten erscheint.Google Scholar
  7. 2.
    Benischke: Die wissenschaftlichen Grundlagen der Elektrotechnik §152.Google Scholar
  8. 1.
    Aus dem Spannungsdiagramm läßt sich ein Arbeitsdiagramm entwickeln; aber für jede Bürstenstellung ein anderes. Da sich das Drehmoment schon bei sehr kleinen Änderungen der Bürstenstellung stark ändert (Abb. 82), läßt sich eine hinreichend feste Beziehung zwischen einem Bürstenwinkel und einem bestimmten Arbeitsdiagramm praktisch nicht herstellen. Man findet verschiedene Werte, wenn man zu verschiedenen Zeiten anscheinend genau denselben Bürstenwinkel einstellt. Aus diesem Grunde hat das Arbeitsdiagramm für Repulsionsmotoren keine Bedeutung erlangt, so daß hier nicht darauf eingegangen, sondern auf die Veröffentlichungen von M. Osnos: ETZ 1903, S. 904 undGoogle Scholar
  9. 1a.
    R. Moser: El. u. Maschinenb. 1914, S. 669 verwiesen wird.Google Scholar
  10. 1.
    Da die Reihen-Kurzschlußmotoren nach Winter-Eichberg und Latour nebst den Arbeitsbürsten auch noch kurzgeschlossene Hilfsbürsten haben, wird gewöhnlich angenommen, daß der obige funkenvermindernde Umstand auch bei diesen vorhanden sei. Das ist nicht der Fall, weil da die EMK der Rotation entgegengesetztes Vorzeichen hat wie bei den Repulsionsmotoren, so daß sich die EMKe nicht teilweise aufheben können, sondern sich rechtwinklig addieren wie bei allen Reihenmotoren (§ 16). Der wahre Grund für die geringe Funkenbildung an den Kurzschlußbürsten der Winter-Eichberg-Latour-Motoren ist auf S. 62 angegeben.Google Scholar
  11. 2.
    Müller, P.: ETZ 1911, S. 11.Google Scholar
  12. 3.
    Über die Frequenz beim Bahnbetrieb vgl. die Anmerkung auf S. 65.Google Scholar
  13. 1.
    Es ist daher nicht richtig, die Erwärmung der Bürsten oder des Kommutators als alleinigen Maßstab für die Funkenbildung zu betrachten, sondern dafür ist nur jene Wärmeleistung maßgeblich, welche von dem Strom im Übergangswiderstand zwischen Bürste und Kommutator entwickelt wird.Google Scholar
  14. 1.
    Rusch, F.: El. u. Maschinenb. 1911, S. 1.Google Scholar
  15. 1a.
    Niethammer und Siegl: Ebenda 1911, S. 1063;Google Scholar
  16. 1b.
    Niethammer und Siegl: Ebenda 1912, S. 717.Google Scholar
  17. 1c.
    Fraenckel, A.: Ebenda 1912, S.677.Google Scholar
  18. 1d.
    Scherbius, A.: ETZ 1912, S. 1264.Google Scholar
  19. 1.
    Nach A. Fraenckel wird die Selbsterregung verhindert, wenn die Maschine mit einer solchen von der Netzspannung herrührenden Sättigung arbeitet, daß die Zunahme der EMK der Rotation für eine bestimmte Zunahme des Stromes kleiner ist als der dieser Zunahme entsprechende Ohmsche Spannungsabfall.Google Scholar
  20. 1.
    Benischke: Elektr. Kraftbetr. u. Bahnen 1912, S. 83; Wissenschaftliche Grundlagen der Elektrotechnik § 160.Google Scholar
  21. 1.
    Jedenfalls kann die Messung mit solcher Frequenz ausgeführt werden, daß ω = 2πv genügend groß ist. Im Bereich der technischen Frequenzen ist der Streufaktor unabhängig davon.Google Scholar
  22. 2.
    Es genügt nicht, daß der die Bürsten verbindende Kurzschlußleiter abgenommen wird, da die Bürsten die unter ihnen befindlichen Windungen kurzschließen.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • Gustav Benischke

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