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Abwehrfermente pp 155-156 | Cite as

Die Übertragung der plasmafremden Fermente von Tier zu Tier und die Einwirkung von normalem Serum auf solches, das Abwehrfermente enthält

  • Emil Abderhalden

Zusammenfassung

Hat man bei einem Tiere blutfremde Fermente erzeugt, so kann man diese mit dem Blute resp. Serum auf ein anderes Versuchstier übertragen. Interessanterweise ist die Wirkung der Fermente dann bedeutend gesteigert. Worauf das beruht, ist beim jetzigen Stand der Forschung schwer zu sagen. Es ist möglich, daß jedes plasmafremde Ferment bewirkt, daß ein „Antikörper“irgendwelcher Art erzeugt wird, der seine Wirkung einschränkt. Gelangen nun Fermente und Hemmungskörper in die Blutbahn eines neuen Tieres, dann bewirkt vielleicht die große Verdünnung, daß die beiden sich gegenseitig nicht mehr so stark beeinflussen. Man könnte auch an Ferment-Antikörper-Verbindungen denken, die in der großen Verdünnung dissoziieren. Weitere Möglichkeiten zu erörtern, ist zurzeit von geringem Werte. Es sind Studien im Gange, um festzustellen, wie oft die Fermente sich übertragen lassen, und welche Bedingungen maßgebend sind.

Copyright information

© Julius Springer 1912

Authors and Affiliations

  • Emil Abderhalden
    • 1
  1. 1.Universität zu Halle a. S.Deutschland

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