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Zusammenfassung

Die Ergebnisse, zu denen wir bei dem Studium der Durchschlagserscheinungen gelangten, lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
  1. 1.

    Bei hohen Temperaturen liegt dem Durchschlag der festen Isolatoren zweifellos ein Wärmeprozeß zugrunde. Die Wärmetheorie reicht vollkommen dazu aus, sowohl alle experimentell gefundenen Gesetzmäßigkeiten zu erklären, als auch die absoluten Werte der Durchschlagspannungen zu berechnen.

     
  2. 2.

    Bei niedrigen Temperaturen kann die Erscheinung des Durchschlages in seinen Grundzügen auch als geklärt gelten. Bei den homogenen Isolatoren ist sie wahrscheinlich ein Ionisationsprozeß, bei den nichthomogenen, besonders bei solchen, die ein Spaltengefüge besitzen, ist noch die Möglichkeit eines Zerreißens durch elektrostatische Kräfte vorhanden. Die beiden letzten Theorien erlauben sowohl die absoluten Werte der Durchschlagspannungen der Größenordnung nach richtig zu berechnen, als auch einige Abhängigkeiten (von der Schichtdicke z. B.) vorauszubestimmen. Andere Abhängigkeiten dagegen, wie diejenigen von der Frequenz, können diese Theorien jedoch nicht erklären. Sie werden durch Nebenerscheinungen bedingt. Eine der wichtigsten zukünftigen Aufgaben wird es sein, volle Klarheit in den Mechanismus dieser Nebenerscheinungen zu bringen.

     

Copyright information

© Verlag von Julius Springer, Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • N. Semenoff
    • 1
  • Alexander Walther
    • 1
  1. 1.Physikalisch-Technischen LaboratoriumsLeningradRussia

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