Die Röntgentherapie der Coronarerkrankungen

  • Paul Uhlenbruck

Zusammenfassung

Im Anschluß an die chirurgischen Behandlungsmethoden sei noch die Röntgenbehandlung der Angina pectoris erwähnt. Gilbert versucht durch Bestrahlung der Herz- und Paravertebralgegend mit mittelharter und harter Strahlung in kleinen Dosen über 4–5 Wochen verteilt das vegetative Nervensystem zu beeinflussen und gibt bei 10 Fällen von Angina pectoris gu Erfolge an. Auch von Beck und Hirth und von Delherm und Beau wurden direkte Bestrahlungen der Herzgegend von vorn und hinten vorgenommen. Ich kann gewisse Bedenken hier nicht unterdrücken, jedenfalls ist große Vorsicht bei Herzbestrahlungen geboten. Auf die Möglichkeit von Herzschädigungen nach Röntgenbestrahlungen, insbesondere nach intrathorakalen Bestrahlungen, weist Parade hin und ich hatte in mehreren Fällen den Eindruck, daß eine vorangegangene intensive Röntgenstrahlenbehandlung, z. B. wegen Arthrosis deformans, nicht ohne Einfluß auf die folgende Coronarthrombose war. Das gleiche gilt auch meines Erachtens für die beispielsweise von A. Schürig empfohlene Diathermiebehandlung der Angina pectoris, von der ich wenig Gutes gesehen habe. Nicht von der Hand zu weisen ist vielleicht der Vorschlag von W. Raab, die Angina pectoris auf dem Wege über die Nebenniere anzugreifen, wie ja möglicherweise die Schüddrüsenexstirpation auch nur eine Desensibilisierung des Herzens gegen Adrenalin ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Paul Uhlenbruck
    • 1
    • 2
  1. 1.Universität KölnRheinDeutschland
  2. 2.Abt. des St. ElisabethkrankenhausesKöln-HohenlindDeutschland

Personalised recommendations