Der Temperguß pp 104-350 | Cite as

Technologie

  • E. Schüz
  • R. Stotz

Zusammenfassung

An die Eisenrohstoffe zur Erschmelzung von Temperguß werden ganz bestimmte Anforderungen bezüglich ihrer chemischen Zusammensetzung gestellt. Das einzige deutsche Hochofenwerk, das seit Jahrzehnten ein besonderes Temperroheisen erbläst, ist die Duisburger Kupferhütte, Duisburgs. Der von dieser Hütte verwendete Möller besteht in der Hauptsache aus dem sog. Purpurerz, dem Rückstandserzeugnis aus spanischem und norwegischem Schwefelkies, dessen Gehalt an Schwefel, Kupfer, Zink, Blei, Silber und Kobalt bei der Verhüttung auf diese Rohstoffe bereits entzogen worden ist. Dieses hocheisenhaltige Erz mit 62 bis 64% Fe und 6 bis 8% Rückstand (hauptsächlich SiO2) sowie die Hochofenführung bedingen die Sonderheit des Kupferhütter Eisens: sehr feines Korn, sehr niedriger Phosphor- und Schwefelgehalt bei den grauen Roheisensorten; auch ist stets noch eine geringe Menge Kupfer vorhanden, die aber ohne Bedeutung für das Tempereisen ist.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • E. Schüz
  • R. Stotz

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