Zusammenfassung

Es ist seit langem bekannt, daß viele Stoffe eine harmlose — vielleicht sogar wohltätige — Wirkung auf den tierischen Organismus ausüben können, wenn sie in kleinen Mengen in den Körper gelangen, daß sie jedoch schädlich oder gar tödlich wirken, wenn sie in größeren Mengen aufgenommen werden. Mit der Erkenntnis des praktisch allgegenwärtigen Vorkommens von Blei im Boden, in Nahrungsmitteln, in Getränken, in den Geweben der Tiere sowie in den Geweben und Ausscheidungen des Menschen wurde es klar, daß Blei in diese Grappe von Stoffen gehört. Die qualitativen und quantitativen Vorgänge beim normalen Bleiaustausch im Körper sind an anderer Stelle beschrieben worden (4, 5, 6, 7, 8), und es ist nicht nötig, sie hier im einzelnen zu erörtern. Immer und immer wieder, so lange, bis es völlig begriffen wird, muß jedoch darauf hingewiesen werden, welche praktische Bedeutung diese Vorgänge fur die Erkennung einer Bleieinwirkung gefährlichen Ausmaßes und für die Diagnose der Bleivergiftung besitzen.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • Robert A. Kehoe
    • 1
  1. 1.Kettering-Laboratorium für Angewandte PhysiologieUniversität CincinnatiCincinnatiUSA

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