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Der Betrieb bei flüssigem Einsatz

  • F. T. Sisco

Zusammenfassung

Beim Arbeiten mit flüssigem Einsatz übernimmt der Elektroofen einen bereits anderweitig, meist im Martinofen, vorgeschmolzenen und entphosphorten Stahl zur Entschweflung und Desoxvdation. Diese Arbeitsweise, auch Duplexverfahren beim Zusammenarbeiten von Martinofen und Elektroofen, und Triplexverfahren beim Zusammenspiel von Birne, Martinofen und Elektroofen genannt, findet ihre stärkste Stütze in den geringeren Einschmelzkosten des Vorschmelzofens im Vergleich mit denen des Elektroofens. Zwar tritt diese Verbilligung bei den Gestehungskosten nicht voll in Erscheinung, da die Einsatzkosten des Martinofens infolge des teilweisen Ersatzes von Schrott durch Stahleisen höher zu sein pflegen als die des Elektroofens. Immerhin ist fast stets im Endergebnis der mit Gas verflüssigte Einsatz billiger als der elektrisch erschmolzene. Zur Verdeutlichung des Unterschiedes seien zwei für deutsche Verhältnisse kennzeichnende Zahlenwerte einander gegenübergestellt. Für die Verflüssigung von 1 t Einsatz im Elektroofen sind mindestens 500 kWh erforderlich, was bei einem Kilowattstundenpreis von 4 Pfennig 20 RM ausmacht; bei Beheizung mit Braunkohlenbrikettgas benötigt ein 10t-Martinofen zum Schmelzen von 1 t Einsatz höchstens 400 kg Briketts, was bei einem Preis von 18 RM je t vergaste Briketts nur 7,20 RM Brennstoffaufwand bedeutet.

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© Verlag von Julius Springer 1929

Authors and Affiliations

  • F. T. Sisco

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