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Thermodynamik und Kapillarität

  • Otto Sackur
  • Cl. v. Simson

Zusammenfassung

Kleine Flüssigkeitsmengen zeigen ganz allgemein das Bestreben, Kugelgestalt anzunehmen, also in einen Zustand überzugehen, in welchem sie bei gleichem Rauminhalt eine möglichst kleine Oberfläche besitzen. Es sieht also so aus, als ob die Oberfläche der Flüssigkeiten von einer elastischen Haut gebildet wird, die sich möglichst zusammenzuziehen strebt. Zu jeder Vergrößerung der Oberfläche ist die Aufwendung von Arbeit notwendig. Zur Erklärung dieser Tatsachen nimmt man seit Laplace an, daß die einander benachbarten Flüssigkeitsteilchen im Gegensatz zu den verdünnten Gasen eine Anziehungskraft aufeinander ausüben. Im Innern der Flüssigkeit heben sich diese allseitig wirkenden Kräfte auf, an der Oberfläche dagegen entsteht ein Zug nach innen, dessen Größe von der Form der Oberfläche abhängig ist, wie man aus den nebenstehendenAbb.48a und b ersehen kann.

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Literatur

  1. 1.
    Die Ableitung kann in jedem ausführlichen Lehrbuch der Physik eingesehen werder; vgl. ferner Freundlich: Kapillarchemie, Leipzig, 2. Aufl. 1922.Google Scholar
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    Meissner, F., Z. anorg. Chem. Bd. 110, S. 169, 1920.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • Otto Sackur
    • 1
  • Cl. v. Simson
    • 2
  1. 1.BreslauPolen
  2. 2.Physikalisch-Chemisches Institut der UniversitätBerlinDeutschland

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