Zusammenfassung

Das technisch verwendete Eisen ist kein reines Metall, sondern setzt sich aus mehreren Legierungsbestandteilen zusammen. Die Prüfung seines Aufbaues kann gelegentlich mit bloßem Auge oder unter Benutzung einer Lupe erfolgen; zur Erkennung seines Feingefüges muß man dagegen stärkere Vergrößerungen anwenden, also das Mikroskop zu Hilfe nehmen. Die Untersuchung bei ganz schwacher Vergrößerung wird, im Gegensatz zu der mikroskopischen Prüfung, als makroskopische bezeichnet. Während die Schlifflächen für die mikroskopische Betrachtung sehr sorgfältig hergestellt werden müssen, genügt für die makroskopische Beobachtung einfaches Überfeilen und im allgemeinen kurzes Schleifen der zu untersuchenden Flächen, das keinen besonderen Zeitaufwand erfordert. Naturgemäß wird auch hierbei das Gefüge der Proben nach dem Ätzen um so besser hervortreten, je vollkommener die betreffende Fläche bearbeitet wurde.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1).
    R. Baumann: Zeitschr. d. Ver. dtsch. Ing. 62, 637. 1918.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. M. v. Schwarz: Werkstattstechnik Bd. 18, H. 14, 1924Google Scholar
  3. 1).
    P. Mellmann: Ebenda Bd. 20, H. 12. 1926.Google Scholar
  4. 1).
    E. Heyn und O. Bauer: Stahl und Eisen, 32, 402, 1912.Google Scholar
  5. 2).
    Einen derselben ähnlichen Vorgang beschreibt F. Rapatz in Stahl und Eisen, 46, S. 1685, 1926, wo der Kohlenstoffgehalt am Unterende und der Außenseite des Stahlblockes höher ist als im Inneren. Das tritt hauptsächlich bei legierten Edelstahlblöcken ein, wenn beim Guß eine „Warmhaube“ Verwendung findet. Es ist keine eigentliche umgekehrte Seigerung, sondern wird durch das Untersinken der zuerst erstarrten Kristalle in dem länger flüssig bleibenden Innenteil hervorgerufen. Im verlorenen Kopf ist die Seigerung dagegen normal. Außerdem sollen noch Fälle wirklicher umgekehrter Seigerungen Vorkommen.Google Scholar
  6. 2).
    Vgl. A. Fry: Kruppsche Monatshefte Juli 1924.Google Scholar
  7. 1).
    Vgl. z. B. M. v. Schwarz: Zeitschr. d. Ver. dtsch. Ing. 1920. Nr. 31, S. 589ff.Google Scholar
  8. 1).
    Von K. Falck wurden in Zeitschr. f. zahnärztl. Materialkunde und Metallurgie 1926, H. 1 und 2 einige Makroaufnahmen von einem der Verfasser von elektrischen Schweißungen dargestellt.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • E. Preuß

There are no affiliations available

Personalised recommendations