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Über den Wärmebedarf der Industrie und seine Deckung

  • M. Gerbel

Zusammenfassung

Die Wärmeverwendung zu verschiedenen industriellen Arbeitsvorgängen (Trocken-, Koch-, Heizzwecke u. dgl.) ist nahezu ebenso vielgestaltig wie die Industriezweige, die bei der Erzeugung Wärme brauchen. Die ursprünglichste Art der Deckung des Wärmebedarfes bestand in der Verwendung unmittelbaren Feuers; der über dem Feuer hängende steinerne, eiserne oder kupferne Trog ist der erste industrielle Kocher. Diese Art der Wärmeverwendung ist mit wenigen Ausnahmen, wie Schmelz-, Glüh- und Brauvorgänge, heute bei den meisten Industriezweigen vollständig, bei den wenigen übrigen zum größten Teile durch neuere Verfahren ersetzt worden, bei denen die Wärmevorgänge mittels eines Heizmittels (Dampf, Heißwasser, Warmwasser od. dgl.) durchgeführt werden. Das Kochen, Heizen, Trocknen mit Dampf hat sich nahezu in allen Industriezweigen eingebürgert, trotzdem das Bestreben, das Zunft- und Gewohnheitsmäßige beizubehalten, der Einbürgerung neuer Verfahren besonders in früherer Zeit große Schwierigkeiten bereitete. Auch heute noch gibt es gewisse Industriezweige, bei denen die Meinungen über die richtigen Koch- und Heizverfahren geteilt sind; in vielen Industrien findet man verschiedene Verfahren; es tritt sogar nicht selten der Fall ein, daß beispielsweise vom Dampfkochen auf das ursprüngliche Feuerkochen wieder zurückgegangen wird.

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • M. Gerbel
    • 1
  1. 1.Maschinenbau und ElektrotechnikWienÖsterreich

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