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Reizphysiologie

  • Fr. Bock
  • L. Pigorini
Part of the Technologie der Textilfasern book series (TETE, volume 6/I)

Zusammenfassung

Über die Leistungen der Sinnesorgane des Seidenspinners liegen nur wenige physiologische Versuche vor (Kellogg5 und Acqua6). Nach Acqua findet die Raupe die Nahrung durch den Geruchssinn. Erwachsene Raupen wittern frische Maulbeerblätter auf 10 cm Entfernung. Sie bekunden das dadurch, daß sie den Brustabschnitt mit dem Kopf heben und ihn hin und her bewegen. Eine gewisse Orientierung über die Richtung der Geruchsquelle kommt vielleicht durch die hin und her pendelnden Bewegungen des Kopfes zustande, durch die das Geruchsorgan der Reizquelle abwechselnd genähert und von ihr wieder entfernt wird. Die Sinnestätigkeit der Raupen wird durch mehrstündiges Fasten beträchtlich gesteigert. Sie wittern dann frische Blätter auf 20 cm Entfernung. Durch grüngefärbte Atrappen konnte Acqua zeigen, daß optische Reize für das Auffinden der Nahrung nicht in Frage kommen. Ob allerdings bloß Geruchsempfindungen im engeren Sinne verantwortlich zu machen sind, wie Acqua es tut, ist nicht völlig erwiesen. Es erscheint keineswegs ausgeschlossen, daß die Tiere ein Empfinden für die Luftfeuchtigkeit haben und die von den frischen Blättern ausgehende Feuchtigkeit wahrnehmen. Dafür scheint auch eine Beobachtung Acquas zu sprechen, daß nämlich Raupen, die mit im Wasser stehenden Maulbeerzweigen gefüttert werden, an den Ästen so weit hinabkriechen, bis sie mit dem Kopf das Wasser berühren.

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Fr. Bock
    • 1
  • L. Pigorini
    • 2
  1. 1.SofiaBulgaria
  2. 2.PaduaItaly

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