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Die Löwenthal’sche (maassanalytische) Methode

  • H. R. Procter
  • Johannes Paessler

Zusammenfassung

Wie schon früher (S. 97 u. 98) erwähnt wurde, ist diese Methode fast vollständig durch die im vorigen Abschnitte beschriebene verdrängt worden; in bestimmten Fällen kann sie jedoch immer noch mit Vortheil angewendet werden. Wo gleichzeitig nur ein oder zwei Analysen auszuführen sind, nimmt die Löwenthal’sche Methode wegen der Herstellung und Einstellung der Lösungen mehr Zeit in Anspruch als die gewichtsanalytische Methode; wenn dagegen eine grössere Anzahl von Bestimmungen gleichzeitig vorgenommen werden soll, arbeitet man mit dieser Methode ausserordentlich rasch. Dieselbe hat den Vorzug, dass sie selbst bei verdünnten Lösungen direkt, ohne vorhergehende Koncentration, angewandt werden kann; wird die Gelatinefällung benutzt, so wirkt die Gegenwart von Gallussäure und anderen nichtflüchtigen Säuren weniger störend als bei der Hautpulvermethode. Die Löwenthal’sche Methode eignet sich deswegen namentlich für technische Zwecke zur Analyse von schwachen gebrauchten Gerbebrühen, zum systematischen Vergleiche von gebrauchten Gerbmaterialien, zur Analyse von Sumach und Myrobalanen, welche beide viel Gallussäure enthalten, die bei der gewichtsanalytischen Methode zum grossen Theile oder vollständig als „gerbende Substanz“ bestimmt wird.

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Literatur

  1. 1).
    Dingl. Polyt. Journ., 1878, 227, S. 481.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1901

Authors and Affiliations

  • H. R. Procter
    • 1
  • Johannes Paessler
    • 2
  1. 1.The City and Guilds of London Technical InstituteUK
  2. 2.Vorstand der deutschen Versuchsanstalt für Lederindustrie zu Freiberg in SachsenDeutschland

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