Die kulturelle und wirtschaftliche Stellung der Elektrizitätswerke und die Bedeutung der Strompreise

  • Gustav Siegel
  • Hans Nissel

Zusammenfassung

Der gesamte Verbrauch der bewohnten Erde an elektrischer Arbeit kann für das Jahr 1930 auf etwa 250 Milliarden kWh geschätzt werden, die Gesamtbevölkerung auf etwa 2 Milliarden; auf jeden Erdbewohner entfällt also im Durchschnitt ein Jahresverbrauch von 125 kWh. Nur etwa 60% der Erdbewohner jedoch besitzen die Möglichkeit, elektrische Arbeit zu gebrauchen, hiervon sind als arbeitsfähig wiederum nur etwa 60% zu schätzen; d. h. auf jeden arbeitsfähigen Erdbewohner im Bereich elektrischer Versorgung entfielen im Jahre 1930 im Durchschnitt 350 kWh. Um die Bedeutung dieser Feststellung zu würdigen, muß man bedenken, daß 1 kWh etwa einer Arbeit von 367000 mkg = 367 mt gleichwertig ist und daß die Arbeitsleistung eines erwachsenen, gesunden, d. h. arbeitsfähigen Menschen für den achtstündigen Arbeitstag mit etwa 230000 mkg = 230 mt bewertet wird. Der Durchschnittsverbrauch von 350 kWh im Jahr entspricht somit einer Arbeitsleistung von rund 128000 mt gegenüber der Jahresdurchschnittsleistung eines arbeitsfähigen Menschen bei 300 Arbeitstagen von rund 69000 mt. Die Beistellung der elektrischen Arbeit in dem erwähnten Umfang bedeutet somit eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit jedes arbeitsfähigen Erdbewohners um 200% oder mit anderen Worten, die Versorgung mit elektrischer Arbeit in ihrem jetzigen Umfang hat die Arbeitsfähigkeit der Menschen fast verdreifacht.

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© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • Gustav Siegel
  • Hans Nissel

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