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Die Geschwülste

  • Eduard Melchior

Zusammenfassung

Der Ausdruck „Geschwulst“ wird klinisch in recht weitem Sinne gebraucht. Jede örtliche Schwellung, durch Blutaustritt, Transsudat oder entzündliche Ausschwitzung bedingt, wird gelegentlich als Geschwulst bezeichnet. So spricht man von einer Blutgeschwulst (Hämatom), entzündlichen Geschwülsten, von einer „Fußgeschwulst“ im Sinne einer öde-matös-hämorrhagischen Durchtränkung des Gewebes nach Brüchen — bzw. einer traumatischen Periostitis — der Mittelfußknochen; manche Produkte chronischer Entzündung — wie der Syphilis, Tuberkulose, Lepra — werden auch als Granulationsgeschwülste bezeichnet. Im Gegensatz zu diesem weitgefaßten klinischen Sprachgebrauch werden als Geschwülste im engeren Sinne eigenartige Zellsprossungen — Blastome — bezeichnet, die gegenüber den sonstigen krankhaften Gewebsneubildungen eine unverkennbare Sonderstellung einnehmen und den Gegenstand der Geschwulstlehre im engeren Sinne bilden.

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Copyright information

© Verlag Von J. F. Bergmann 1925

Authors and Affiliations

  • Eduard Melchior
    • 1
  1. 1.Oberarzt Der Chirurgischen UniversitätsklinikBreslauPolen

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