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Zusammenfassung

Dauermagnetstähle sind Werkstoffe, die eine möglichst hohe Remanenz und eine möglichst hohe Koerzitivkraft besitzen sollen. Notwendige Bedingung zur Erzielung dieser letzteren Eigenschaft ist, wie wir oben bei der Besprechung der chemischen Konstitution kennen gelernt hatten, eine möglichst große Heterogenität des Gefüges und eine dadurch bedingte möglichste Höhe des inneren Spannungszustandes (vgl. S. 110). Unter den mannigfachen Legierungen, die prinzipiell zu diesem Zweck benutzt werden könnten, nehmen nun die härtbaren Eisen-Kohlenstoff-Legierungen die erste Stelle ein, und zwar einmal, weil der Kohlenstoff im Sinne der Erhöhung der Koerzitivkraft mit am stärksten auf das Eisen wirkt, dann aber auch, weil die von ihm gebildeten Gefügebestandteile selber noch eine beträchtliche Magnetisierbarkeit aufweisen. Dies hat zur Folge, daß in den Legierungen auch eine erhebliche Remanenz erhalten bleibt, während beim Vorhandensein größerer Mengen von unmagnetischen Bestandteilen stets eine innere Entmagnetisierung und damit eine Verkleinerung der Remanenz bzw. des Nutzkraftflusses bewirkt wird. Die sämtlichen heute benutzten Dauermagnetstähle bauen deshalb auf dem System EisenKohlenstof f auf, wobei sie den Kohlenstoff entweder allein oder üblicherweise in Verbindung mit anderen Elementen enthalten.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • W. S. Wesskin
    • 1
  1. 1.LeningradRussland

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