Die Druckölschmierung der Traglager

  • A. Schiebel
  • K. Körner
Part of the Einzelkonstruktionen aus dem Maschinenbau book series (EADM, volume 8)

Zusammenfassung

Bei der Druck- oder Preßschmierung wird das Öl unter einem Drucke, der größer als die Lagerpressung ist, einer auf Mitte der Druckzone liegenden Verteilnut in der Absicht zugeführt, die Tragfläche zu entlasten. Eine zusammenhängende tragfähige Schmierschichte, wie bei den Spurzapfen, ist jedoch auf diese Art nicht zu erzielen, weil hier ungünstigere Verhältnisse vorliegen. Der Ölabfluß erfolgt nämlich wegen. der Zapfendrehung in ungleichmäßiger Verteilung, und die Spalterweiterung der exzentrischen Zapfenlage bewirkt einen rascheren Druckabfall. Auch ist die Wirksamkeit der Schmierung nach den Versuchen von Welter und Weber1 wesentlich vom Einlaufzustand der Lagerschalen abhängig. Nicht eingelaufene Schalen bieten dem Preß-öl zu große Abflußquerschnitte, so daß die Ölpumpe den vorgeschriebenen Druck nicht erreicht. Andererseits ist eine allzu gute Flächenauflage wieder die Ursache eines übermäßigen Druckanstiegs und eines etwaigen Anhebens des Zapfens, weil die eingepreßte Ölmenge nicht genügend rasch entweichen kann. Wegen dieses unsicheren Verhaltens gelangt die Druckschmierung nur in Sonderfällen zur Anwendung.2

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© Julius Springer in Berlin 1933

Authors and Affiliations

  • A. Schiebel
  • K. Körner

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