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Verbandstoffe

  • Franz Hoffschildt

Zusammenfassung

Die Zeiten, wo unreine Scharpie aus Leinenfasern bestehend, und gewöhnliche, womöglich gebrauchte Leinwand zum Verbinden von Wunden benützt wurde, sind gottlob längst verschwunden, seit durch die Forschungen des berühmten Chirurgen Lister vor allem auf bakterienfreie Verbandstoffe das Hauptaugenmerk eines jeden Chirurgen gerichtet ist, um die zerstörende eiternde Wirkung der kleinen überall vorhandenen Lebewesen aufzuheben. Zu diesem Zwecke werden die gebrauchten Verbandstoffe entweder sterilisiert oder mit antiseptischen Mitteln imprägniert. Die Sterilisation geschieht durch sehr starke Erhitzung der in Frage kommenden Verbandstoffe in eigenen Öfen, wodurch ein völliges Abtöten der Bakterien herbeigeführt wird. Durch sorgfältige, die Luft abschliessende Verpackung werden die sterilisierten Verbandstoffe vor dem ferneren Zutritt der kleinen Lebewesen geschützt. Die Imprägnierung geschieht durch inniges Vermischen der betreffenden Verbandstoffe mit antiseptischen Heilmitteln, mit welchen in gelöster oder dampfförmiger Form die resp. Stoffe getränkt werden. Durch starkes Ausdrücken und Trocknen in bakterienfreien Apparaten werden dieselben sodann [für den Gebrauch fertig gemacht, und möglichst sorgfältig verpackt. Das Hauptmaterial für die Verbandstoffe bilden Verbandwatte und Verbandmull.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer Berlin 1907

Authors and Affiliations

  • Franz Hoffschildt

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