Zusammenfassung

Die entnommene Probe soll der durchschnittlichen Beschaffenheit der zu untersuchenden Ware entsprechen; man muß daher die Ware, namentlich aber bei sichtbar vorhandener oder naturgemäß zu erwartender Ungleichmäßigkeit, erst entweder einer Durchmischung durch Umrühren, Schütteln, Kneten etc. unterziehen oder durch Entnahme kleiner Mengen an verschiedenen Stellen der Ware und Vermengen derselben eine Durchschnittsprobe zu gewinnen suchen. Unter besonderen Umständen müssen jedoch auch die von einzelnen Stellen entnommenen Proben gesondert entnommen und untersucht werden. Bei Gebrauchsgegenständen kann es sich sinngemäß um kein eigentliches Probeziehen handeln, sondern die Gegenstände müssen einzeln wie sie sind untersucht werden.

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Literature

  1. 1).
    Für die praktische Unterweisung der Beamten eignen sich die ausführlichen Leitfäden yon A. Hasterlick „Die praktische Lebensmittelkontrolle“, Stuttgart, 1906, sowie E. von Raumer & E. Späth „Die Vornahme der Lebensmittelkontrolle“, München, 1907.Google Scholar
  2. 1).
    Es empfiehlt sich, die Judikatur über die Auslegung der Begriffe Verkaufen und Feilhalten nachzulesen (vgl. C. A. Neufeld, Der N.-Chemiker als Sachverständiger, Verlag J. Springer, Berlin 1907; Lebbin und Baum, Deutsches Nahrungsmittelrecht, Berlin 1907 u. A.Google Scholar
  3. 2).
    Manche Spezialgesetze, z. B. das Gesetz vom 15. Juni 1897, gestatten auch den Eintritt in die Fabrik- und Aufbewahrungsräume etc. Das Weingesetz vom 7. April 1909 schreibt direkt die Kontrolle der Geschäftsräume vor. S. diese Gesetze im Anhang.Google Scholar
  4. 3).
    Verweigerung des Zutritts bezw. der Probeentnahme ist mit Geld- bezw. Haftstrafe bedroht (§ 9 d. N.G.). Für Beschlagnahme und Durchsuchung sind die Bestimmungen der Strafprozeßordnung (§ 94 u. ff.) maßgebend. Vgl. im übrigen § 3 und 4 d. N.G.Google Scholar
  5. 4).
    Die Proben sind zu versiegeln (s. das S. 2 Gesagte). Die Bestimmungen des N.G. schließen den Ankauf von Proben durch Mittelspersonen (Geheimankauf für amtliche Zwecke) nicht aus.Google Scholar
  6. 1).
    Im wesentlichen dem im Nahrungsmitteluntersuchungsamt der Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg gebräuchlichen Verzeichnisse entnommen.Google Scholar
  7. 2).
    Betreffs der Einrichtung und Reinhaltung der Bierdruckvorrichtungen (Bierpressionen) sind landes- bezw. ortspolizeiliche Vorschriften erlassen.Google Scholar
  8. 1).
    Allgemeine Probeentnahme und Konservierung der Milch, s. Abschnitt Milch.Google Scholar
  9. 1).
    Für die Entnahme von Abwasserproben können keine allgemeine Grundsätze angeführt werden, da die Vorkehrungen für dieselbe dem einzelnen Falle angepaßt werden müssen. — Für die Entnahme mehrerer Proben an Ort und Stelle sowie von Proben aus der Tiefe sind besondere Schöpfvorrichtungen, wie sie von Heyroth, Lepsius, Bujardu. a. konstruiert worden sind, und auch Transportkasten nötig, s. W. Klut, Untersuchung des Wassers an Ort und Stelle, sowie Ohlmüller und Spitta, Untersuchung und Beurteilung des Wassers und Abwassers, Verlag: J. Springer, Berlin 1908 bzw. 1910. Diese Apparate sind auch meist in den Katalogen der Handlungen für chemische Geräte etc. abgebildet, ebenda sind auch die für die an Ort und Stelle vorzunehmende Bestimmung der freien Kohlensäure und des Sauerstoffes (siehe Abschnitt Wasser) geeigneten Apparate angegeben.Google Scholar
  10. 1).
    Bujard hat den Stöpsel von solchen Glasgefäßen (30–50 com Inhalt) mit einem Glasschutzmantel umgeben lassen, der noch 1/2 cm über den Stöpsel hervorragt, um ein achtloses Berühren des Stöpsels zu vermeiden, das Beiseitelegen desselben während der Entnahme aber zu ermöglichen. (Vergl. Forschungsberichte, 1896, S. 132.)Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer Berlin 1911

Authors and Affiliations

  • A. Bujard
    • 1
  • E. Baier
    • 2
  1. 1.Städtischen chemischen LaboratoriumsStuttgartDeutschland
  2. 2.Nahrungsmittel-Untersuchungamts d. Landwirtschaftskammer f. d. Prov. BrandenburgBerlinDeutschland

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