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Das Oidium cutaneum

  • C. Bruhns
  • A. Alexander

Zusammenfassung

Dieser Pilz [auch als Trichosporon cutaneum bezeichmet (Ota), von Vuillemin, Brumpt u. a. Mycoderma cutaneum genannt], von de Beurmann, Gougerot und Vaucher 1909 von gummös-ulzerösen ausgebreiteten Herden einer Patientin gewonnen, zeigte in den ersten Kulturen einen schleimigen, feuchtglänzenden Belag, in den späteren aber eine gelbliche, gefaltete, noch später stark gewulstete und weiß bedeckte Kultur, die einen strahligen Rand hatte. Das mikroskopische Bild der Kultur wies in den frischen Kolonien nur runde oder ovale, manchmal auch schlauchförmige Hefezellen auf, die teilweise Sproßformen zeigten. In den älteren Kulturen waren die Sporen vielfach doppelt konturiert, vor allem aber sah man auch Mycelien, die später immer mehr vorherrschend waren, teils Conidien tragende Äste abzweigten, teils auch in rechteckige oder auch abgerundete Sporensegmento zerfielen. Auch Chlamydosporen am Ende der Mycelien waren vorhanden. In den ganz alten Kulturen sind nur noch Mycelien und Chlamydosporen, keine freiliegenden Hefeformen sichtbar. Die hefeartigen Zellen hatten in den jüngeren Kulturen die Fähigkeit, Glucose in Alkohol und Kohlensäure zu vergären, diese Fähigkeit ging aber in den alten Kulturen verloren.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • C. Bruhns
    • 1
  • A. Alexander
    • 1
  1. 1.Der Dermatologischen AbteilungCharlottenburger KrankenhausesDeutschland

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