Eine dringende Frage der Physiologie der Grosshirnhemisphären

  • J. P. Pawlow

Zusammenfassung

In der neuen, eben aufkommenden, streng objektiven Physiologie der Grosshirnhemisphären kommt unter anderen der Lösung harrenden Fragen, soeben gerade die Frage an die Reihe, ob wohl die Grosshirnhemisphären als paariges Organ aufzufassen seien. Was bedeutet dieses paarige Vorhandensein der Hemisphären? Wie ist die gleichzeitige Arbeit der Grosshirnhemisphären zu verstehen, und wie soll man sie sich vorstellen? Was ist hier auf Ersatzmöglichkeiten berechnet und welche Vorteile bietet eine fortwährende vereinigte Tätigkeit beider Hemisphären? Auf Grund des schon vorhandenen wissenschaftlichen Materials wissen wir, dass eine gewisse Arbeitsteilung zwischen beiden Hemisphären besteht. Aber ebenfalls aus vorhandenen Angaben muss man wiederum den Schluss ziehen, dass das Fehlen einer Hemisphäre (nach Exstirpation bei Versuchstieren) mit der Zeit durch die Tätigkeit der vorhanden gebliebenen Hemisphäre beinahe vollständig, oder auch sogar in vollem Masse ersetzt wird. In der Physiologie der bedingten Reflexe gibt es schon eine ganze Reihe von Versuchen, welche die Frage über die paarige Arbeit der Grosshirnhemisphären ganz kategorisch aufwerfen. In vorliegender kurzer Mitteilung sei es mir gestattet, fürs erste gerade diese Versuche zu besprechen.

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© J. F. Bergmann, München 1926

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  • J. P. Pawlow

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