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Ängstliche Kinder

  • Erwin Wexberg

Zusammenfassung

Die herkömmliche Auffassung der Kinderangst stellt diese Erscheinung weit einfacher dar, als sie ist. Wenn man den Kindern nichts von Gespenstern und bösen Geistern erzählen würde, so meint man, würden sie sich vor ihnen nicht fürchten, und das dunkle Zimmer hätte seine Schrecken verloren. Nun zeigt sich aber, daß Kinder, die nie vom bösen Mann gehört haben, ebensogut wie andere zuzeiten mit den Kennzeichen der höchsten Angst aus dem Schlafe aufschrecken können. Andererseits sind es aber auch meist die schlimmen, d. h. die aufgeweckten, unbändigen, die n e r v ö s e n Kinder mit einem Wort, die am stärksten unter Angst zu leiden haben. Gelingt es nun in einzelnen Fällen, ohne den erschreckenden Popanz sein Auskommen zu finden, so handelt es sich gewiß um Kinder, die ohnehin von ruhiger Gemütsart sind und zur Angst nicht neigen, Kinder, die sich auch durch die grauenhaftesten Geschichten nicht hätten furchtsam machen lassen. Das wird sich aus unseren weiteren Ausführungen mit größerer Deutlichkeit ergeben.

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Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1928

Authors and Affiliations

  • Erwin Wexberg

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