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Allgemeines

  • Adolf Schmidt

Zusammenfassung

Unter Darmdyspepsie verstand Ad. Schmidt im Einklang mit H. Nothnagel die von der Norm abweichenden Verdauungsvorgänge innerhalb des Darmrohres. Nicht jede anatomische Krankheit des Darmrohres verbindet sich mit ihnen. Z. B. können tuberkulöse, manchmal auch typhöse Darmgeschwüre ohne jegliche Darmdyspepsie einhergehen; d. h. die an den Ingesten sich abspielenden Vorgänge bleiben völlig ungestört. Ebenso kann dies zutreffen bei gutartigen und bösartigen Geschwülsten, solange dieselben das Darmrohr nicht verengern. Umgekehrt vollziehen sich aber auch an den Ingesta und an den sie bedienenden Darmsekreten abnorme Vorgänge, ohne daß die Darmwand wesentlich anatomisch erkrankt ist; z. B. wenn die großen Verdauungssekrete, Magensaft, Galle, Bauchspeichel mangelhaft zufließen. Es kann auch vorübergehend der Fall sein bei übertriebenen oder falsch gerichteten bakteriellen Zersetzungen, die bald wieder abklingen. Mangels klinischer Hinweise und anatomischer Befunde bezog man einen Teil der Darmdyspepsien, ebenso wie einen Teil der stomachalen Dyspepsien auf rein nervöse, psychogene (A. v. Strümpell, G. Dreyfus) Störungen, und sicher trifft dies auch für manche Formen zu. Es ist uns jetzt um so verständlicher, als der starke Einfluß des sympathischen und parasympathischen Nervensystems auf die Tätigkeit der Darmmuskeln und -drüsen deutlicher erkannt ist (S. 15).

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Copyright information

© J. F. Bergmann 1921

Authors and Affiliations

  • Adolf Schmidt
    • 1
  1. 1.HalleDeutschland

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