Magnetische Messungen: Die ballistische Methode

  • J. A. Ewing

Zusammenfassung

Die ballistische Methode, der schon in § 38 Erwähnung geschah, wurde von W. Weber erfunden, darauf von Thalèn, Stoletow, Rowland und andern angewandt; ihr Name stammt von Sir William Thomson her1). Man bestimmt hier jede plötzliche Aenderung der magnetischen Induktion dadurch, dass man die Elektricitätsmenge des momentanen Stromes misst, der in einer um den magnetisirten Gegenstand gewickelten Spule entsteht. Wir wollen diese Spule, die um den Stab, den Ring, oder den beliebig gestalteten zu magnetisirenden Körper gewickelt ist, der Kürze halber als sekundäre Spule bezeichnen. Sie braucht sich nicht über die ganze Länge des zu untersuchenden Stücks zu erstrecken, und bei der Untersuchung eines Stabes ist eine kurze Spule, die nur den mittleren nahezu gleichförmig magnetisirten Theil bedeckt, vorzuziehen. Die Spule ist mit einem Galvanometer verbunden, dessen Magnetnadel (im Verhältniss zu der darauf einwirkenden Direktionskraft) ein beträchtliches Trägheitsmoment hat, so dass sie langsam schwingt. Ein gewöhnliches Spiegelgalvanometer ist leicht als ballistisches Galvanometer einzurichten, wenn man ein kleines Gewicht an dem Spiegel befestigt.

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Copyright information

© Julius Springer und R. Oldenbourg 1892

Authors and Affiliations

  • J. A. Ewing
    • 1
  1. 1.Universität CambridgeUK

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