Herpes

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter

Zusammenfassung

Der Herpes tritt in Form kleiner gruppierter Knötchen auf leicht geröteter Haut auf. In kurzer Zeit bilden sich dieselben in Blasen um, die in Gruppenform angeordnet sind. Nach 24–48 Stunden trocknen sie ein, bedecken sich mit einer Borke, unter welcher die Abheilung in einigen Tagen erfolgt. Der Herpes sitzt hauptsächlich um den Mund herum, um die Ober- und Unterlippen, Nasenöffnung und an den Wangen, bisweilen auch auf Mund- und Rachenschleimhaut. Sehr oft tritt er bei Kindern im Gefolge von Infektionskrankheiten (Angina follicularis, Diphtherie, Pneumonie, Meningitis usw. als Herpes febrilis) auf, auch bei der epidemischen Zerebrospinalmeningitis findet er sich in geradezu typischer Häufigkeit. Daneben gibt es einen, wenigstens scheinbar, selbständigen Herpes, der ohne andere Symptome teils fieberlos, teils mit mäßigem, kurz andauernden Fieber (Febris herpetica) verläuft. Der Herpes progenitalis ist bei Kindern außerordentlich selten.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1922

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

Personalised recommendations