Die akuten Erytheme

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter

Zusammenfassung

Unter einem Erythem versteht man eine auf Hyperämie beruhende pathologische Rötung der Haut; es soll offen gelassen werden, inwieweit der Begriff der Entzündung hierbei in Betracht kommt. Die Hyperämie entsteht durch eine Erweiterung der Hautgefäße, die entweder rein vasomotorisch, z. B. beim Erythema pudoris, hervorgerufen ist, oder die Reaktion der Gefäßwände auf irgend ein schädigendes Agens darstellt — Trauma, Bakterieninvasion von außen oder hämatogen, chemische oder physikalische Einwirkungen, Toxinwirkung. Bei diesen Ursachen findet eine mehr oder weniger weitgehende örtliche Zellschädigung statt. Mit der Erweiterung der Gefäße geht ein geringerer oder stärkerer Austritt von seröser Flüssigkeit und von Formelementen in das Gewebe der Haut einher. Je nach den verschiedenen Graden dieser Reaktionen und der Art der Verteilung — punktförmig, fleckförmig, flächenhaft, serpiginös — sowie nach gewissen Lokalisationen ergeben sich bestimmte klinisch-symptomatisch ähnliche Bilder, die trotzdem verschiedene Ursachen haben können.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1922

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

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