Jute, Ramie und Hanf

  • J. Merritt Matthews

Zusammenfassung

Jute ist die Faser, gewonnen aus dem Bast der verschiedenen Spezies Corchorus, welche hauptsächlich in Indien und auf den ostindischen Inseln gedeihen. Der Name Jute stammt vom Sanskrit „jhot“, d. h. verwickelt. Der bengalische Name der Pflanze ist „pat“, und das Tuch heißt „tat chote“. In den Eingeborenenprovinzen sind die Namen für Jute Legion. Die wichtigste Art ist Corchorus capsolaris oder die Judenmalve; sie wächst im ganzen tropischen Asien und wird nicht nur als Faserpflanze, sondern auch als Gemüse gepflanzt. Andere Abarten sind C. olitorius, C. fuscus und C. decemaculatus. Die letzteren beiden liefern nur einen kleinen Teil der Jute, die in den Handel kommt. Die Faser, welche als chinesische Jute in den Handel kommt, ist keine Jute, sondern stammt von Abutilón avicenna oder der indischen Malve; diese Pflanze wächst in großen Mengen als Unkraut in Amerika1. Die Bastfaser ist weiß und glänzend glatt und hat bemerkenswerte Elastizität. Chemisch scheint sie aus einer Bas tose zu bestehen und gleicht daher beim Färben der Jute. Die Pflanze ergibt ungefähr 20% Faser, ist aber von zweifelhaftem ökonomischem Wert. Eine andere, ähnliche Faser ist Abitulon incanum, welche in Mexiko wächst. Die Indianer verfertigen daraus Hängematten, Taue und Netze, welche so dauerhaft sind, daß sie 7—10 Jahre fortwährend im Gebrauch genommen werden können.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1928

Authors and Affiliations

  • J. Merritt Matthews
    • 1
  1. 1.Abteilung Chemie u. FärbereiTextilschule in PhiladelphiaUSA

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