Zwitterbildung beim Menschen

  • Max Reis
Part of the Handbuch der normalen und pathologischen Physiologie book series (2664, volume 14/1)

Zusammenfassung

Wir verstehen unter Zwittern Wesen, die in der Form der Geschlechtsteile und ihrem allgemeinen Aussehen oder in einem von beiden etwas von jedem Geschlecht an sich haben, ohne morphologisch einem wirklich ganz zu entsprechen1). Der Begriff wurde von manchen Autoren zwar enger gefaßt. Menge sieht den echten Zwitter als charakterisiert an durch das Vorkommen von Ovarien und Hoden mit funktionierendem generativen Anteil, also mit Absonderung von Sperma und Ovulis. Solche Fälle sind beim Menschen überhaupt nicht bekannt. Beim Menschen handelt es sich nur um das Vorkommen von Ovotestes oder Testovarien, zwitterig angelegten Keimdrüsen, bei denen ein Teil überwiegt. Das Vorkommen von gelben Körpern in den Ovotestes ist bisher nur in einem Falle von Schauerte 2) beschrieben worden. Jedenfalls zeigt nur die eine der beiden Geschlechtsanlagen die völlige Ausbildung. Daneben gibt es Zwitter, bei denen nur eine Keimdrüse des einen Geschlechts vorkommt, hingegen die äußeren oder inneren Organe Annäherung an das andere Geschlecht zeigen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Max Reis
    • 1
  1. 1.DortmundDeutschland

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