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Das musivische Auge und seine Funktion

  • R. Hesse

Zusammenfassung

Auf S. 14f. wurde schon auf das Zustandekommen von Bildsehen in zusammengesetzten Augen mit dichtgedrängten divergierenden Einzelocellen hingewiesen, wie es in den Kiemenaugen des Röhrenwurms Branchiomma, den Augen am Mantelrand der Muschel Arca und in den Komplexaugen der Arthropoden vorkommt. Bei Branchiomma und Arca wird das Sehfeld des Einzelocells dadurch beschränkt, daß der rezipierende Stiftchensaum der Sehzelle in der Tiefe der Pigmentröhre Steckt, also nur von Strahlen erreicht wird, die ganz oder nahezu parallel der Achse des Ocells einfallen. Bei den Arthropoden ist es wesentlich der lichtbrechende Apparat des hier als Omma bezeichneten Einzelocells, der die Beschränkung des Sehfeldes derart bewirkt, daß sich die Einzelsehfelder zum Gesamtsehfeld ebenso zusammenschließen wie die Ommen zum Komplexauge. Solche Komplexaugen sind ziemlich allgemein verbreitet bei Krebsen und Insekten und kommen in analoger Ausbildung, aber auf etwas anderer morphologischer Grundlage, bei dem Tausendfuß Scutigera und dem Schwertschwanzkrebs Limulus vor.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • R. Hesse
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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