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Der Schwindel

  • M. H. Fischer
  • A. E. Kornmüller
Part of the Handbuch der normalen und pathologischen Physiologie book series (2664, volume 15/1)

Zusammenfassung

Es wird wohl wenig Menschen geben, die nicht aus eigener Erfahrung wüßten, was „Der Schwindel“ ist; viele von ihnen wissen denn auch, oft ins Einzelne gehende Beschreibungen anzugeben. So sind von den verschiedensten Autoren mannigfache bunte Bilder gesammelt worden. Man hat seit jeher versucht, das Gemeinsame aus diesen bunten Bildern herauszugreifen, um zu einer näheren Charakteristik, zu einer Definition des Begriffes,,Schwindel“ zu gelangen. Eine Definition im strengsten Sinne des Wortes konnte dabei anscheinend wohl niemandem gelingen; es handelt sich vielmehr um mehr oder weniger vollständige Beschreibungen oder Umschreibungen. Das liegt in der Natur der Sache, denn der Begriff „Schwindel“ ist nicht einfach, sondern vielseitig, komplex, wenn er auch — streng gefaßt — als einheitlich aufzufassen zu sein scheint.

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Literatur

  1. 1.
    Es ist ganz unmöglich und würde den Rahmen dieses Artikels weit überschreiten, auch nur die Mehrzahl der hierher gehörigen Arbeiten anzuführen, zumal auch klinische Arbeiten zu berücksichtigen sind. Eine Beschränkung auf das Allerwichtigste ist darum nötig. Bis 1909 bringt eine sehr vollständige Zusammenstellung auch der ältesten Literatur das ausgezeichnete Buch v. Steins „Schwindel“ (1910); im übrigen vgl. die zusammenfassenden Darstellungen.Google Scholar
  2. 2.
    Herz, M.: Versuche über den Schwindel. 2. Aufl. Berlin 1791.Google Scholar
  3. 3.
    Jackson, H.: Lancet 1880. Google Scholar
  4. 4.
    Bonnier, P.: Vertige. Paris 1893 u. 1904.Google Scholar
  5. 5.
    Grasset: Le vertige. Rev. philos. 1901. Google Scholar
  6. 1.
    Gradenigo, G.: Giorn. d. real. Acad, di med. di Torino 12 (1906).Google Scholar
  7. 2.
    Bäräny, K.: Internat. Zbl. Ohrenheilk. 6, 447 (1908).Google Scholar
  8. 3.
    Kobrak, F.: Klin. Wschr. 3, 195 (1924).CrossRefGoogle Scholar
  9. 4.
    Curschmann, H.: Münch. med. Wschr. 71, 1243 (1924).Google Scholar
  10. 1.
    Vgl. auch R. Leidler: Mschr. Ohrenheilk. 55, H. 2 (1921). — Leidler, R. u. P. Loewy (1926).Google Scholar
  11. 2.
    Wenn man von den theoretischen Anschauungen v. Steins absieht, so ist dieses Buch eine außerordentliche Leistung eines feinsinnigen Beobachters, das viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Es ist geradezu eine Fundgrube für die interessantesten Erscheinungen, von denen man vielen heute die Aufmerksamkeit zuwendet. Daneben bietet es eine sehr sorgfältige und sehr vollständige Literaturübersicht mit ausführlichen Referaten.Google Scholar
  12. 1.
    Wenn wir von Bewegungswahrnehmungen und Lagewahrnehmungen sprechen, so verwenden wir diese Begriffe im Sinne der klaren Definitionen von J. v. Kries (Allgemeine Sinnesphysiologie. Leipzig: F. C. W. Vogel 1923). Dort sind die Begriffe „Wahrnehmung“ und „Empfindung“ durchsichtig und konsequent gegeneinander abgegrenzt. Über Streitfragen psychologischer Natur betreffs der Abgrenzung dieser Begriffe vgl. a. u. auch R. Leidler: Mschr. Ohrenheilk. 62, 1182 (1928).Google Scholar
  13. 2.
    Vektion stammt von vehere = fahren.Google Scholar
  14. 1.
    Abels, H.: Z. Psychol. 43, 269, 374 (1906).Google Scholar
  15. 2.
    Leidler und Löwy (1926) machen auf die interessante Analogie dieser Erscheinungen mit jenen aufmerksam, die so häufig bei Bewegungsträumen vorkommen.Google Scholar
  16. 3.
    Es kann auch vorkommen, daß einzelne Glieder Bewegungen auszuführen scheinen.Google Scholar
  17. 4.
    v. Stein berichtet auch, daß Töne und Farben solches verursachen können; es ist bedauerlich, daß solche Untersuchungen seither kaum mehr fortgesetzt worden sind.Google Scholar
  18. 1.
    Pick, A.: Z. Neur. 56, 213 (1920).Google Scholar
  19. 2.
    Goldstein, K.: Klin. Wschr. 7, 294 (1925)CrossRefGoogle Scholar
  20. 2a.
    Goldstein, K.: Schweiz. Arch. Neur. 17, 203 (1926).Google Scholar
  21. 3.
    v. Weizsäcker, V.: Dtsch. Z. Nervenheilk. 64, 1 (1919).CrossRefGoogle Scholar
  22. 1.
    Vgl. M. H. Fischer: Die Seekrankheit. Dies. Handb., dies. Bd. S. 495.Google Scholar
  23. 2.
    Spiegel, E. A.: Experimentelle Analyse der vegetativen Reflexwirkungen des Labyrinths. Handb. d. Neur. d. Ohres von Alexander-Marburg 3, 631 (1926).Google Scholar
  24. 3.
    Wenn damit der „optische Schwindel“ im allgemeinen gemeint ist, so liegen schon hier strittige Fragen vor, die sich kaum einheitlich beantworten lassen dürften.Google Scholar
  25. 1.
    Darwin, E.: Zoonomie oder Gesetze des organischen Lebens. Übersetzt von Brandis. Hannover 1799.Google Scholar
  26. 1.
    Unter diesen Umständen werden nach dem Machschen Cosinussatze nur in diesen Bogengängen durch die Winkelbeschleunigungen Endolymphströmungen erzeugt. M. H. Fischer und E. Wodak [Mschr. Ohrenheilk. 58, 70 u. 527 (1924)] nannten solche Kopflagen „Hauptlagen“. Näheres bei M. H. Fischer (1928).Google Scholar
  27. 2.
    Die Zentrifugalbeschleunigungen sowie die Progressiv-(Peripherie-)Beschleunigungen sind bei zentrischer Einstellung des Kopfes in bezug auf die Labyrinthe relativ gering. Vgl. R. Lorente de Nò (1926–1928).Google Scholar
  28. 3.
    Buys: Mschr. Ohrenheilk. 43, 801 (1909);Google Scholar
  29. 3a.
    Buys: Mschr. Ohrenheilk. 47, 675 (1913);Google Scholar
  30. 3b.
    Buys: Rev. oto-neuro-oculist. 2, 641, 721 (1924);Google Scholar
  31. 3c.
    Buys: Rev. oto-neuro-oculist. 3, 10, 105 (1925).Google Scholar
  32. 4.
    Dodge, R.: J. exper. Psychol. 4, 165 (1921).CrossRefGoogle Scholar
  33. 1.
    Literatur bei M. H. Fischer (1928).Google Scholar
  34. 2.
    Der Unterschied gegenüber der gleichmäßigen Rotation ist in einem gewissen Sinne allerdings nur scheinbar, denn in bezug auf die Strömungsvorgänge in den Bogengängen bedeutet gleichmäßige Rotation unter den gegebenen Voraussetzungen physikalisch infolge Fehlens von Winkelbeschleunigungen ebensoviel wie Ruhe.Google Scholar
  35. 3.
    Dittler, R.: Z. Sinnesphysiol. 52, 274 (1921).Google Scholar
  36. 1.
    Hier sind natürlich alle jene Verhältnisse, wo tatsächliche Bewegungen existieren, außer acht gelassen.Google Scholar
  37. 2.
    Eine mögliche Beeinflussung der CV durch den gleichzeitig bestehenden Nystagmus ist dadurch nicht ausgeschlossen. Daran ist schon deshalb zu denken, weil man durch rasche willkürliche Blickwendungen kurzdauernde CV auslösen kann. Außerdem kann eine bestehende CV durch willkürliche Blickwendung im Sinne der raschen Phase des gleichzeitig bestehenden Nystagmus vorübergehend verstärkt, durch Blickwendung im Sinne der langsamen Nystagmusphase vorübergehend abgeschwächt werden [Bárány; M. H. Fischer u. E. Wodak: Z. Hals- usw. Heilk. 3, 198 (1922)]. Diese Tatsachen deuten wohl auf Wechselbeziehungen zum Augenmuskelapparat.Google Scholar
  38. 1.
    Dittler, R.: Z. Sinnesphysiol. 53, 274 (1921).Google Scholar
  39. 2.
    Köllner, H.: Klin. Wschr. 2, 482 (1923)CrossRefGoogle Scholar
  40. 2a.
    Köllner, H.: Arch. Augenheilk. 93, 130 (1923).Google Scholar
  41. 3.
    Kreidl, A., u. S. Gatscher: Mschr. Ohrenheilk. 57, 683 (1923).Google Scholar
  42. 4.
    Göthlin, G. R: Skand. Arch. Physiol. (Berl. u. Lpz.) 46, 313 (1925) — Nova acta reg. Soc. Upsal. Vol. extr. ord. ed. Upsala 1927.CrossRefGoogle Scholar
  43. 5.
    Fischer, M. H. u. A. E. Kornmüller: Noch nicht veröffentlichte Versuche; vgl. z. T. M. H. Fischer (1928).Google Scholar
  44. 6.
    Diese Bewegungseindrücke haben, wie sich v. Kries ausdrückt, eine egozentrische Bestimmung, mit anderen Worten, es ändert sich die egozentrische Lokalisation des Nachbildes während des Bewegungseindruckes.Google Scholar
  45. 1.
    Diese ausgezeichneten, eindeutigen Benennungen stammen von Buys: Rev. d’Oto-Neuro-Ocul. 2, 641, 721 (1924); 3, 10, 105 (1925). Perrotatorisch bedeutet während der Rotation, postrotatorisch nach der Rotation.Google Scholar
  46. 2.
    Solche Bewegungseindrücke könnte man, wie es z. B. v. Kries tut, als „absolute“ bezeichnen.Google Scholar
  47. 1.
    Dittler, R.: Z. Sinnesphysiol. 52, 274 (1921).Google Scholar
  48. 2.
    Vgl. auch M. H. Fischer (1928).Google Scholar
  49. 3.
    Diese Bewegungseindrücke werden durch starke Konvergenz und starre Fixation wesentlich beeinträchtigt (schon Purkinje bekannt); da durch solche aktive Eingriffe auch der Nystagmus stark gehemmt wird, deutet dies wieder darauf hin, daß offensichtlich der Nystagmus die Ursache ist.Google Scholar
  50. 4.
    Literatur bei M. H. Fischer (1928).Google Scholar
  51. 1.
    Nähere Angaben darüber vgl. M. H. Fischer (1928).Google Scholar
  52. 2.
    Das Nachbild erscheint unter diesen Bedingungen nicht genau horizontal, was mit der Gegenrollung der Augen und anderen Faktoren zusammenhängt.Google Scholar
  53. 1.
    Der Nystagmus ist nicht immer ein rein rotatorischer, sondern mehr oder weniger ein gemischter: horizontal-rotatorischer; das hängt von der Kopflage ab, mit welcher rotiert wird. Danach richten sich auch die Bewegungen des Nachbildes.Google Scholar
  54. 1.
    Vgl. dazu M. H. Fischer: Die Seekrankheit. Dies. Handb., dies. Bd. S. 495.Google Scholar
  55. 2.
    Fischer, M. H.: Med. Klin. 23, Nr 50 (1927)Google Scholar
  56. 2a.
    Fischer, M. H.: Klin. Wschr. 7, 1079 (1928)CrossRefGoogle Scholar
  57. 2b.
    Fischer, M. H.: Z. exper. Med. 61, 608 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  58. 1.
    Dies in einem Stadium, wo die durch die Winkelbeschleunigung verursachten CV schon erloschen waren.Google Scholar
  59. 2.
    Kreidl, A.: Pflügers Arch. 51, 119 (1892).CrossRefGoogle Scholar
  60. 3.
    Breuer, J. u. A. Kreidl: Pflügers Arch. 70, 494 (1898).CrossRefGoogle Scholar
  61. 1.
    v. Cyon, E.: Ohrlabyrinth. 1908.Google Scholar
  62. 2.
    Tomasewicz, A.: Dissert. Zürich 1877.Google Scholar
  63. 3.
    Verwandte Erscheinungen lassen sich gelegentlich auch unter ganz anderen Umständen beobachten. Z. B. vermeint man nach dem Abwerfen längere Zeit getragener schwerer Lasten größer zu werden und ganz leicht zu sein.Google Scholar
  64. 4.
    Vgl. auch F. Noltenius: Arch. Ohrenheilk. 108, 113 (1922).Google Scholar
  65. 5.
    Fischer, M. H.: Münch. med. Wschr. 1922, 1883.Google Scholar
  66. 6.
    Löwy, P.: Z. Neur. 65, 141 (1921).Google Scholar
  67. 1.
    Vgl. dazu M. H. Fischer: Die Seekrankheit. Dies. Handb., dies. Bd. S. 495.Google Scholar
  68. 2.
    Es kommen möglicherweise Deviationen der Augen entgegen der Fahrtrichtung in Betracht, die nach dem Anhalten ihre Richtung wechseln. Vgl. M. H. Fischer und C. Veits bei M. H. Fischer (1928) und G. R. Göthlin (1928).Google Scholar
  69. 1.
    Literatur bei K. Grahe, Dies. Handb. 11 I, 909.Google Scholar
  70. 2.
    Fischer, M. H. u. E. Wodak, Z. Ohrenheilk. 3, 198 (1922).Google Scholar
  71. 3.
    Fischer, M. H. u. C. Veits: Pflügers Arch. 217, 357 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  72. 4.
    Gertz, H.: Acta oto-laryngol. 1, 215 (1918/19).CrossRefGoogle Scholar
  73. 5.
    Fruböse, A.: Z. Biol. 76, 267 (1922).Google Scholar
  74. 1.
    In diesem Begriffe sind vor allem auch die zentralen, nervösen Verbindungen des Vestibularapparates eingeschlossen.Google Scholar
  75. 1.
    Unser Drehrad besteht aus einem Papierzylinder von 1,30 m Höhe und 1 m Durchmesser und ist auf einem Drahtgestell montiert. An der Innenfläche wechseln 15 cm breite schwarze und weiße Streifen ab. Das Drahtgestell hängt mit einer Schnur an der Decke. Die Schnur wird eingedreht und gibt dann den Antrieb zur lautlosen Rotation des Rades.Google Scholar
  76. 2.
    Zusammenfassendes darüber vergleiche: G. V. Th. Borries (1926). Cords, R.: Jber. Ophthalm. 48, 348 (1921);Google Scholar
  77. 2a.
    Cords, R.: Jber. Ophthalm. 49, 338 (1922)Google Scholar
  78. 2b.
    Cords, R.: Zbl. Ophthalm. 9, 369 (1923). ; Ohm, J.: Handb. d. Neurol, d. Ohres von Alexander-Marburg 1, 1089. Berlin-Wien: Urban & Schwarzenberg 1924. — Ohm, J. (1929).Google Scholar
  79. 1.
    Auf die Genese und Auffassungen des optokinetischen Nystagmus näher einzugehen, ist hier nicht der Ort. Vgl. dazu Borries (1926). — Ohm (1929).Google Scholar
  80. 1a.
    Cords, R., u. L. Nolzen: Graefes Arch. 120, 506 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  81. 1b.
    Cords, R.: Klin. Mbl. Augenheilk. 77, 781 (1926).Google Scholar
  82. 1c.
    Dodge, R., u. J. Ch. Fox: Arch. Neur.-Psych. 20, 812 (1928) u. a.CrossRefGoogle Scholar
  83. 2.
    Fischer, M. H., u. C. Veits: Pflügers Arch. 219, 579 (1928).Google Scholar
  84. 3.
    Der Schwindel tritt besonders leicht auf, wenn man das Drehrad durch einen leichten Stoß in schaukelnde, schlingernde Drehung bringt.Google Scholar
  85. 4.
    Colley-Krafft, F.: Z. klin. Med. 105, 267 (1927).Google Scholar
  86. 5.
    Ausführlich wird über diese reizvollen Dinge an anderer Stelle zusammenhängend berichtet werden.Google Scholar
  87. 1.
    Der Betrag dieses Ausweichens ist individuell stark verschieden.Google Scholar
  88. 2.
    Es hat sich herausgestellt, daß es unter genannten Bedingungen einfach unmöglich ist, die Augen — von den sog. Fixationsschwankungen abgesehen — völlig zu immobilisieren.Google Scholar
  89. 3.
    Die Erkenntnis dieser Erscheinung wirft nicht uninteressante Streiflichter auf die Frage über die Genese des optokinetischen Nystagmus.Google Scholar
  90. 4.
    Nur nebenbei sei bemerkt, daß während der CV die optokinetischen Körperreflexe verschwinden und anderweitigen, entgegengerichteten Eeflexen Platz machen (M. H. Fischer mit E. Wodak u. C. Veits).Google Scholar
  91. 5.
    Das kann natürlich auch erreicht werden, wenn man der Achse des Drehrades eine andere Lage gibt oder z. B. horizontale schwarze und weiße Streifen auf einem vertikal laufenden Teppiche an den Augen vorbeiführt.Google Scholar
  92. 1.
    Das müßte zu Betrachtungen allgemeinerer Natur führen, die bei der Strittigkeit dieser Fragen zu ausgedehnt werden müßten und darum erst an anderer Stelle ausgeführt werden können.Google Scholar
  93. 1.
    v. Helmholtz, H.: Physiologische Optik 3 (1910).Google Scholar
  94. 2.
    Oppel, J. J.: Poggend. Ann. 99, 540 (1856).CrossRefGoogle Scholar
  95. 3.
    Dvorak, V.: Sitzgsber. Akad. Wiss. Wien, Math.-naturwiss. Kl. (II) 61, 257 (1871).Google Scholar
  96. 4.
    Plateau, J.: Poggend. Ann. 80, 287 (1850).CrossRefGoogle Scholar
  97. 5.
    Exner, S.: Cbl. Physiol. 1, 135 (1887)Google Scholar
  98. 5a.
    Exner, S.: Biol. Zbl. 8, 437 (1888)Google Scholar
  99. 5b.
    Exner, S.: Z. Psychol.-Physiol. S.O. 12, 313 (1896);Google Scholar
  100. 5c.
    Exner, S.: Z. Psychol.-Physiol. S.O. 21, 388 (1899).Google Scholar
  101. 6.
    Bopvschke, A. u. L. Hescheles: Z. Psychol.-Physiol. S.O. 27, 387 (1901).Google Scholar
  102. 7.
    v. Szily, A.: Z. Psychol.-Physiol. S.O. 38, 81 (1905).Google Scholar
  103. 8.
    Cords, R. u. E. Th. v. Brücke: Pflügers Arch. 119, 54 (1907).CrossRefGoogle Scholar
  104. 9.
    Kinoshita, T.: Z. Sinnesphysiol. 43, 420 (1909).Google Scholar
  105. 10.
    Leiri, F.: Z. Ohrenheilk. 11, 392 (1927)Google Scholar
  106. 10a.
    Leiri, F.: Graefes Arch. 119, 719 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  107. 11.
    Granit, R.: Z. Sinnesphysiol. 58, 95 (1927)Google Scholar
  108. 11a.
    Granit, R.: Brit. J. Psychol. 19, 147 (1928).Google Scholar
  109. 12.
    Weitere Einzelheiten und Literatur bei F. B. Hofmann (1924).Google Scholar
  110. 1.
    Der optokinetische Nystagmus wird natürlich. durch jede relative Bewegung erzeugt; es ist deshalb ganz gleichgültig, ob die Versuchsperson oder das Gesichtsfeld sich bewegt.Google Scholar
  111. 2.
    Auch der Aubertsche Spiegelversuch ist zur Demonstration derartiger Erscheinungen sehr geeignet.Google Scholar
  112. 3.
    Es gibt auch andersartig (akustokinetisch usw.) ausgelöste CV; vgl. weiter unten.Google Scholar
  113. 1.
    Urbantschitsch, V.: Z. Ohrenheilk. 31, 234 (1897).Google Scholar
  114. 2.
    Metzger: Klin. Wschr. 4, 853 (1925); 8, 1282 (1929).CrossRefGoogle Scholar
  115. 3.
    Goldstein, K.: Schweiz. Arch. Neur. 17, 203 (1926).Google Scholar
  116. 4.
    Literatur und Näheres bei F. B. Hofmann (1924).Google Scholar
  117. 1.
    Dodge, R.: J. of exper. Psychol. 6, 107 (1923).CrossRefGoogle Scholar
  118. 2.
    Gertz, H.: Acta med. scand. (Stockh.) 57, 41 (1922). — Vgl. auch K. Petrén u. Sv. Ingvar (1928).CrossRefGoogle Scholar
  119. 1.
    Goldstein, K. u. W. Riese: Klin. Wschr. 4, 1201, 1250 (1925).CrossRefGoogle Scholar
  120. 2.
    Grahe, K.: Z. Ohrenheilk. 12, 640 (1922)Google Scholar
  121. 2a.
    Grahe, K.: Acta otolaryng. (Stockh.) 11, 158 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  122. 1.
    Deshalb wird nicht allgemein geleugnet, daß es auch eine Gewöhnung an Nausea, wiez. B. auf See, gibt (vgl. das Kapitel: Die Seekrankheit). Durch das in genanntem Kapitel besprochene Medikament „Vasano“ (Starkenstein) kann man die Nausea fast völlig ausschalten, der Schwindel bleibt nichtsdestoweniger bestehen.Google Scholar
  123. 2.
    Z. B. fiel ein Patient nach Resektion der rechten Kleinhirnhemisphäre unter dem Drehrade abnorm rasch um; unter dem Drehrade versagte die im Kompensationsstadium wiedergewonnene (labile!) Gleichgewichtshaltung vollkommen [M. H. Fischer u. O. Pötzl: Z. Neur. 119, 163 (1929)].Google Scholar
  124. 1.
    Daß Gleichgewichtsstörungen umgekehrt ohne Bewegungswahrnehmungen, -täuschungen vorkommen, ist kaum zu bezweifeln. Doch gibt es auch Autoren, z. B. Leim [Z. Ohrenheilk. 17, 381, 392 (1927)], welche die Labyrinthe nicht als direkte Receptoren für Bewegungswahrnehmungen ansehen; sie glauben vielmehr, daß die Bewegungswahrnehmungen erst sekundär über die Labyrinthreflexe zustande kommen.Google Scholar
  125. 1.
    Das ist freilich nicht die einzige Denkmöglichkeit. Man könnte sich z. B. auch corticale Verbindungen zwischen den einzelnen Sinnessphären vorstellen.Google Scholar
  126. 2.
    Neben dem Nystagmus bestehen freilich noch andere Reflexe, deren eventuelle Mitwirkung vorderhand nicht auszuschließen ist.Google Scholar
  127. 3.
    Betreffs der optischen Raumwahrnehmung (Lokalisation) wird den Augenmuskeln bzw. deren zentralem Apparate schon seit langem eine bestimmte sensorische Funktion zugeschrieben. Vgl. u. a. den Begriff des „Spannungsbildes“ von A. Tschermak (zusammenfassend in ds. Handb. 12 II, 834ff.) und des „Stellungsfaktors“ von J. v. Kries (1923).Google Scholar
  128. 4.
    Diesen Gedanken näher zu begründen, ist hier nicht der Ort. Er fundiert auf Erfahrungen aus mannigfaltigen Experimenten, die erst an anderer Stelle näher ausgeführt werden können.Google Scholar
  129. 5.
    Vgl. dazu K. Goldstein: Dies. Handb. 10, 805ff. (1927).Google Scholar
  130. 1.
    Vgl. dazu H. Brunner: Arch. Ohrenheilk. 114, 81 (1925).Google Scholar
  131. 2.
    Borries, G. V. Th.: Mschr. Ohrenheilk. 57, 644 (1923); auch separat Wien-Berlin: Urban & Schwarzenberg 1923. Dort auch ausführliche Literaturangaben.Google Scholar
  132. 1.
    Fischer, M. H. u. C. Veits: Pflügers Arch. 316, 565 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  133. 2.
    Borries, G. V. Th.: Mschr. Ohrenheilk. 57, 644 (1923) mit ausführlichen Literaturangaben.Google Scholar
  134. 3.
    Nylén, C. O.: Acta oto-laryng. (Stockh.) 6, 106 (1924);CrossRefGoogle Scholar
  135. 3a.
    Nylén, C. O.: Acta oto-laryng. (Stockh.) 7, 335 (1925).CrossRefGoogle Scholar
  136. 3b.
    Nylén, C. O.: An neuerer Literatur vgl. weiter: A. de Kleijn u. Nieuwenhuyse: Ebenda 11, 155 (1927).Google Scholar
  137. 3c.
    Kelemen, G.: Mschr. Ohrenheilk. 60, 1156 (1926).Google Scholar
  138. 4.
    Nylén, C. O.: Acta oto-laryng. (Stockh.) 9, 179 (1926).CrossRefGoogle Scholar
  139. 5.
    Lorente de Nò, R.: Acta oto-laryng. (Stockh.) 11, 301, 362 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  140. 1.
    Es ist angegeben worden, daß dabei Transsudationen oder Blutungen im Labyrinth auftreten. Mächtige Drucksteigerungen gibt es unter Umständen auch bei starken Detonationen, wo es auch zu Zerreißungen des Trommelfells kommen kann. Leute mit durchlöchertem Trommelfell sind dann beim Baden infolge Auftretens heftigen Schwindels unter Umständen sehr gefährdet, besonders wenn außerdem ein kurzer, weiter Gehörgang vorhanden ist; darauf hat A. Güttich [Münch. med. Wschr. 74, 1919 (1927)] aufmerksam gemacht.Google Scholar
  141. 2.
    Vgl. auch A. Rejtö: Orv. Hetil. (ung.) 71, 1345 (1927). Nach diesem Autor sollen auch Cerumenpfröpfe und Trommelfellnarben gelegentlich Anlaß zu Schwindel geben.Google Scholar
  142. 3.
    Baldenweck, L.: Arch, internat. Laryng. etc. 4, 641 (1925).Google Scholar
  143. 4.
    An neuerer Literatur dazu vgl. L. Baldenweck: Arch, internat. Laryng. etc. 2, 136 (1923). Dieser Autor macht besonders auf die Bedeutung chronischer, nicht entzündlicher Labyrintherkrankungen für den Schwindel aufmerksam und konnte an Hand sehr eingehender Untersuchungen feststellen, daß das Vorhandensein von Nystagmus, wenn nicht von vornherein mit Schwindel verknüpft, doch fast regelmäßig das Auftreten von Schwindel erwarten läßt. Bei stärkeren Schwindelattacken wurde gleichzeitig eine Verstärkung des Nystagmus gefunden. Es sei aber darauf hingewiesen — vgl. z. B. Brunner 1924 —, daß die Stärke des Nystagmus mit der Heftigkeit des Schwindels nicht immer parallel geht.Google Scholar
  144. 4a.
    Weiter vgl. G. Portmann: J. Laryng. a. Otol. 43, 860, 879 (1928).Google Scholar
  145. 4b.
    Fremel, F. u. R. Leidler: Mschr. Ohrenheilk. 57, 1 (1923).Google Scholar
  146. 4c.
    Hoff, H. u. P. Schilder: Dtsch. Z. Nervenheilk. 103, 145 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  147. 4d.
    Watson-Williams, E.: Bristol med.-chir. J. 44, 119 (1927).Google Scholar
  148. 4e.
    Hubby, L. M.: Arch, of Otolaryng. 6, 405 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  149. 1.
    Demgemäß findet sich sehr vielfach auch bei heftigem Schwindel eine bemerkenswerte Untererregbarkeit des erkrankten Labyrinthes. Darauf macht u. a. auch J. Spira [Polska Gaz. lek. 5, 799 (1926)] aufmerksam.Google Scholar
  150. 2.
    Vgl. dazu das Übersichtsreferat von R. Bing: Schweiz. Arch. Neur. 16, 3 (1925).Google Scholar
  151. 3.
    Vgl. hierzu M. H. Fischer u. O. Pötzl: Z. Neur. 119, 163 (1928).Google Scholar
  152. 4.
    Portmann, G.: Presse med. 34, 1635 (1926).Google Scholar
  153. 5.
    Hautant, A.: J. de Neur. 25, 195 (1926).Google Scholar
  154. 5a.
    Hautant, A., J. Durand u. M. A. Aubry: Ann. Mal. Oreille 44, 1049 (1925).Google Scholar
  155. 6.
    Piéchaud, F. u. H. Siméon: Progrès méd. 53, 1951 (1925).Google Scholar
  156. 7.
    Portmann, G.: Presse méd. 34, 1635 (1926).Google Scholar
  157. 1.
    Fremel, F.: Mschr. Ohrenheilk. 57, 517 (1923);Google Scholar
  158. 1a.
    Fremel, F.: Mschr. Ohrenheilk. 59, 710 (1925);Google Scholar
  159. 1b.
    Fremel, F.: Mschr. Ohrenheilk. 60, 128 (1926).Google Scholar
  160. 2.
    Auch umgekehrt gibt es otogene Kleinhirnerkrankungen. Über die Differentialdiagnose zwischen entzündlichen Labyrinth- und otogenen Kleinhirnerkrankungen vgl. Th. Nühsmann: Arch. Ohrenheilk. 113, 290 (1925).Google Scholar
  161. 3.
    Wenn es sich um „Fernwirkungen“ handeln sollte, wäre daran zu denken, daß solche nicht allein das Vestibularissystem beeinflussen, sondern auch andere Systeme, z. B. Augenmuskelkerne u. a., welche nach unseren physiologischen Betrachtungen mit der Genese des Schwindels auch zu tun haben könnten.Google Scholar
  162. 4.
    Stewart, G. R. Holmes: Brain 27, 522 (1904).CrossRefGoogle Scholar
  163. 1.
    Hitzig macht darauf aufmerksam, daß der Schwindel bei Stirnhirntumoren manchmal von epileptiformen Anfällen begleitet wird.Google Scholar
  164. 2.
    Feuchtwanger, E.: Die Funktionen des Stirnhirns. Berlin: Julius Springer 1923.CrossRefGoogle Scholar
  165. 3.
    Es ist nicht unwichtig, darauf hinzuweisen, daß die sog. Übererregbarkeit des kontralateralen Labyrinthes bei Stirnhirnerkrankungen nur eine scheinbare zu sein pflegt, wie dies C. Veits genauer auseinandergesetzt hat; s. Anm. 4.Google Scholar
  166. 4.
    Veits, C: Arch. Ohrenheilk. 119, 161 (1928).Google Scholar
  167. 5.
    Noethe: Dtsch. med. Wschr. 1915, 1217.Google Scholar
  168. 6.
    Bei Sinusitiden, besonders der Sinus frontales, handelt es sich, wie ein ganz charakteristischer Fall von C. Veits [Arch. Ohrenheilk. 119, 161 (1928)] zeigt, auch nicht selten um Einwirkung auf das Stirnhirn (Meningitis serosa?). Diese könnte das Zustandekommen von Schwindel bei solchen Erkrankungen vielleicht erklären.Google Scholar
  169. 6a.
    Vgl. dazu auch M. Jacod u. R. Bertoin: Ann. Mal. Oreille 44, 775 (1925).Google Scholar
  170. 7.
    Vgl. dazu K. Goldstein: Dies. Handb. 10, 601 (1927).Google Scholar
  171. 1.
    Kobrak macht darauf aufmerksam, daß Zirkulationsstörungen im Bereiche des Plexus chorioideus, besonders des Plex. chor. later., zu Transsudationen und demzufolge zu sekundärer Liquorstauung (solche evtl. auch infolge von Hämorrhagien) führen können, deren drucksteigernde Wirkungen sich durch den Porus acusticus int, evtl. auch auf dem Wege des Saccus und Ductus endolymphaticus bis in das Innenohr fortsetzen können. Solche Erscheinungen dürften nach Kobrak gelegentlich eine wesentliche Bedeutung für das Entstehen von Schwindel haben.Google Scholar
  172. 2.
    Kobrak, F.: Klin. Wschr. 7, 361 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  173. 3.
    Vgl. dazu E. Raimann: Epilepsie. Handb. d. Neurol, d. Ohres von Alexander-Marburg 3, 439 (1926).Google Scholar
  174. 4.
    Über den „KehlkopfSchwindel“, der in gewissen Fällen mit der Epilepsie in Beziehung stehen soll, vgl. K. Amersbach: Handb. d. Hals-, Nasen- u. Ohrenheilk. von Denker-Kahler 5, 814 (1929).Google Scholar
  175. 5.
    Leidler, R. u. P. Loewy: Mschr. Ohrenheilk. 57, 21, 103, 192, 278, 347 (1923) -Handb. d. Neurol, d. Ohres von Alexander-Marburg 3, 355 (1926). — Leidler, R. (1923).Google Scholar
  176. 6.
    Vgl. auch O. Mauthner: Mschr. Ohrenheilk. 59, 1311 (1925).Google Scholar
  177. 1.
    Vgl. dazu noch H. Brunner: Wien. klin. Wschr. 38, 1235 (1925).Google Scholar
  178. 2.
    Kobrak, F.: Klin. Wschr. 7, 361 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  179. 3.
    Curschmann, H.: Klin. Wschr. 7, 941 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  180. 1.
    Moehlig, R. C.: Endocrinology 11, 229 (1927),CrossRefGoogle Scholar
  181. 2.
    Forleo, B.: Fol. med. (Napoli) 10, 269 (1924).Google Scholar
  182. 3.
    Salmon, A.: Riv. otol. ecc. 3, 43 (1926).Google Scholar
  183. 4.
    Voss, O.: Dtsch. med. Wschr. 53, 2023, 2074 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  184. 5.
    Podestà, E.: Z. Laryng. usw. 17, 206 (1928).Google Scholar
  185. 6.
    Baldenweck, L.: Rev. d’Oto-Neuro-Ocul. 4, 739 (1926).Google Scholar
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    Alexandrov, J.: Russk. Otol. 1026, 347.Google Scholar
  187. 1.
    Huguenin: Korresp. bl. Schweiz. Ärzte 1905, 441, 477; 1906, 2, 241. Zitiert nach v. Stein (1910).Google Scholar
  188. 1.
    Portmann, G.: Presse méd. 34, 1635 (1926).Google Scholar
  189. 1a.
    Vgl. auch A. Hautant: J. de Neur. 25, 195 (1926).Google Scholar
  190. 2.
    Vgl. auch H. Aboulker: Presse med. 35, 1412 (1927).Google Scholar
  191. 3.
    Salmon, A.: Riv. otol. ecc. 3, 43 (1926).Google Scholar
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    Kobrak, F.: Klin.Wschr. 7, 361 (1928).CrossRefGoogle Scholar
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    Voss, O.: Dtsch. med. Wschr. 53, 2023, 2074 (1927).CrossRefGoogle Scholar
  196. 8.
    Curschmann, H.: Klin. Wschr. 7, 941 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  197. 1.
    Vgl. z. B. M.H. Fischer u. E. Starkenstein; Med. Klin. 23, Nr 50 (1927).Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • M. H. Fischer
    • 1
  • A. E. Kornmüller
    • 1
  1. 1.Prag-TetschenTschechische Republik

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