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Histologische Struktur und optische Eigenschaften des Muskels

  • K. Hürthle
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664, volume 18)

Zusammenfassung

Seit dem Abschluß meines Berichtes ist eine Anzahl von histologischen Untersuchungen über Muskelstruktur veröffentlicht worden (Lutembacher, Tiegs, d’Ancona, Langelaan u. a.), die zum Teil neue Vorstellungen über den Zusammenhang von Struktur und Funktion des Muskels enthalten, diesen aber nicht die am lebenden Muskel vorhandene einfache Struktur zugrunde legen, sondern die „reichere“, wie sie am fixierten oder auch am frischen mit „indifferenten Flüssigkeiten“ behandelten Muskel in immer neuen Formen auftreten. Da der Verdacht, daß hier Kunstprodukte vorliegen, nicht beseitigt ist, können sie nicht als gesicherte Grundlage für funktionelle Betrachtungen angesehen werden. Dagegen hat sich unter den Histologen neuerdings Pischinger 1 mit der kritischen Prüfung wenigstens eines bestimmten Teiles der „reicheren Strukturen“ befaßt, nämlich mit der Untersuchung der Sarkosomen, indem er hauptsächlich Flugmuskeln von Insekten im frischen Zustand sowie nach Zusatz von Lösungen untersuchte, wobei er deren p H-Grad besondere Beachtung schenkte. Dabei stellte er fest, daß die Sarkosomen im frischen ohne jeden Zusatz untersuchten Muskel nicht vorkommen, sondern erst unter der Wirkung von Zusatzflüssigkeiten (auch sog. indifferenten) oder von Fixiermitteln entstehen, daß sie also nicht Bestandteile des lebenden Muskels sind. Es ist zu wünschen, daß derartige Untersuchungen auch auf die übrigen „reicheren Formen der Querstreifung“ ausgedehnt werden, die vom Verfasser gleichfalls als postmortale Bildungen betrachtet werden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • K. Hürthle
    • 1
  1. 1.TübingenGermany

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